Acht Spiele mit Dinosauriern in all ihrer lebensfrohen Pracht

Acht Spiele mit Dinosauriern in all ihrer lebensfrohen Pracht

Wir verlassen den Indie-Kosmos, um über ein wichtiges Kriterium für herausragende Spiele zu reden: Dinos.

Dinosaurier weilen leider schon lange nicht mehr auf unserer Welt und wenn man Videospielen Glauben darf, ist das für Menschen besser so. Oft werden die aus kladistischer Sicht gar nicht ausgestorbenen Kreaturen als fleischfressende Gegner präsentiert, deren einziger Zweck das Vernichten anderer Figuren ist. Bipede Karnivoren ist alles, was man zu kennen scheint. Dabei ist die Taxonomie äußerst umfangreich. Entsprechend weit verteilt sind Dinos auf der Friedlichkeitssskala, die ich gerade erfunden habe. Caro und ich haben deshalb vor einigen Jahren eine kleine Liste erstellt, in der nicht alle Dinosaurier den Klischees entsprechen.
Laut Duden stammt das Wort „Dinosaurier“ übrigens aus dem Griechischen und setzt sich aus „deinós“ (furchtbar, gewaltig) und „saũros“ (Saurier oder Eidechse) zusammen. Das Zeitalter, in dem sie lebten, nennt sich Mesozoikum, welches wiederum in Trias, Jura und Kreide unterteilt wird.

Vampire: The Masquerade – Bloodlines

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Caro: Dass Vampire: The Masquerade – Bloodlines ein ziemlich sensationelles Spiel ist, muss man vermutlich nicht mehr sagen. Doch was genau haben Dinosaurier damit zu tun? Eigentlich gar nichts. In Bloodlines verbringt man seinen lieben langen Tag damit, die Bürger der Stadt auszusaugen, Geisterhotels zu besuchen oder nachts im Museum umherzuschleichen.

Ich bin kein besonders großer Fan von Schleicheinlagen. Mein Puls wird unnötig in die Höhe getrieben, wenn ich sie doch einmal machen muss. Man sollte meinen, dass man als Vampir, welcher dem Gegner doch eigentlich nur mal schnell an den Hals springen muss, sowieso nichts fürchten müsse. Sterben geht ja schließlich nicht ganz so schnell und einfach. Und doch schaffte es diese eine Schleichmission in Bloodlines, mir den Schock meines Lebens zu verpassen. Nicht wegen Geistern, nicht wegen unerwartet vieler Wachen, die ihre Runden drehen. Sondern wegen eines Velociraptors, der vollkommen unerwartet hinter einer der vielen Ecken auf mich wartete, offener Mund, bereit zum Sprung, bereit meinem Vampirleben ein schnelles Ende zu setzen.

Zumindest dachte ich das für einen Moment. Bis mir klar wurde, dass ich ein verdammter Vampir bin. In einem Museum, das definitiv nicht während der Kreidezeit gebaut wurde. Zudem fiel mir ein, dass ein echter Velociraptor eigentlich nur einen halben Meter hoch sein dürfte und dieser hier doch eher dem typischen Exemplar aus Jurassic Park entsprach. Außerdem waren mir bis zu diesem Zeitpunkt noch keine anderen Dinosaurier begegnet. Sollte das also ein Zwischenboss sein? Nein, denn er bewegte sich nicht, obwohl er seinem lateinischen Namen nach doch ein schneller Räuber sein sollte. Nachdem ich mich also wieder hinter der Ecke hervorgetraut hatte und minutenlang irre lachend vor diesem ziemlich detaillierten Fleischfresser stand, beendete ich das Spiel und gönnte mir erst einmal eine Ruhepause von all dem urzeitlichen Stress.

Dino Crisis

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Christina: Ich könnte für immer und ewig über Dino Crisis schreiben, eine zutiefst unterschätze Reihe. Dino Crisis 3 präsentierte dann leider ein noch futuristischeres und unglaubwürdigeres Setting als seine Vorgänger. Darin kreuzt die künstliche Intelligenz eines Raumschiffes, das seit 300 Jahren durch den Weltraum schwebt, die Tiere an Bord mit DNA von Dinosauriern, um die Crew zu ersetzen. Vermutlich bezeichnet Dino Crisis 3 den Tod einer vielversprechenden Reihe. Ja, Dino Crisis ist das schlechtere Resident Evil, das Zombies durch Dinosaurier ersetzt hat. Und vermutlich ist es auch nicht gut gealtert. Aber die Story ist nach wie vor interessant und originell, Regina immer noch eine der besten Heldinnen aus Computerspielen.

Dino Crisis 1 spielt in einer Forschungseinrichtung, die von außen unscheinbar wirkt und nicht näher beschrieben wird. Regina und ihr Team werden von unbekannter Stelle dorthin beordert, nachdem der Kontakt zur Einrichtung abbricht. Dort angekommen wird klar: Dinosaurier sind der Grund. Wieso die eigentlich ausgestorbenen Echsen in der Gegenwart über Menschen herfallen, wird bald geklärt. Einstweilen bietet das Spiel einen verrückten Wissenschaftler, den obligatorischen Helikopterflug in den Sonnenaufgang, unterschiedliche Enden und Rätsel fehlen natürlich auch nicht. In Capcom-Manier müssen Objekte von A nach B gebracht, lächerlich umständliche Schlösser geknackt werden und Schieberätsel gibt es selbstverständlich auch. Hier bewährt sich zudem der Velociraptor als universell hassbarer Dinosaurier, der eigentlich Federn hatte und eher harmlos war. Damit führte Dino Crisis seinerzeit das sechs Jahre zuvor von Jurassic Park etablierte Konzept ein, Raptoren (lat. Räuber) als bösartiges Kanonenfutter darzustellen. Mit den tatsächlichen Raptoren, deren Fossilien überall auf der Welt gefunden wurden und die eigentlich Dromaeosauridae heißen, haben die Raptoren aus Dino Crisis wenig gemein.

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Dino Crisis 2 spielt in einem Dschungel, der dank der verpixelten und überholten Grafik wieder nicht näher identifizierbar ist. Die dritte Energie, eine mysteriöse Kraft, transportiert ein Team von SoldatInnen und WissenschaftlerInnen durch die Zeit und vermischt ihre Welt mit der der Dinosaurier. Auch hier werden Einrichtungen der Menschen von Dinosauriern überfallen und wieder muss Regina aufdecken, wieso. Spielende steuern entweder sie oder ihren Kollegen Dylan, können beide mit unterschiedlichen Waffen ausstatten und mit dem Militärboot, das sie in diese neue Welt brachte, Gebiete wechseln. Im Grunde geht es nur darum, die dschungelartigen Areale lebendig zu durchqueren, Schlüsselkarten in Schlitze zu stecken und einen Weg zu finden, diese Welt so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Die Monotonie wird dabei von zahlreichen Action-Passagen unterbrochen, wie Panzer- oder Jeepfahrten mit Triceratops-Verfolgungen und sogar einer Begleitmission – yay.
Mit Reptilien geizt Dino Crisis nicht: der Tyrannosaurus Rex darf hier nicht fehlen (offenbar ein langsamer Jäger, dem der Titel „König“, lat. rex, zu Unrecht verliehen wurde), ebenso wenig wie Mosasaurier (krokodilartige Fleischfresser aus der Oberkreide) und Plesiosaurier (basically ein Lapras), zwei der seltenen maritimen Reptilien, deren Charakteristika wie die Länge ihrer Hälse und ihr Aggressionspotenzial im Spiel stark übertrieben dargestellt werden. Was das Ganze noch ein wenig spannender macht, seien wir ehrlich.

Dino Crisis ist nicht die beste Anlaufstelle für die spielerische Vermittlung von paläontologischem Wissen, aber das ist schließlich auch nicht die Intention der Reihe. Neben dem für 1999 beziehungsweise 2000 umfangreichen Gameplay ist der Soundtrack eine Erwähnung wert. Die Spannung wird auf den Punkt gebracht und er klang schon damals so futuristisch wie das Szenario, das dargeboten wird. Regina als weibliche Protagonistin, die ihre männlichen Kollegen rettet, bleibt meine Heldin und ich warte noch immer auf ein Dino Crisis 4. Für immer und ewig.

Tomb Raider

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Caro: Während gefühlt die halbe Spielerschaft das erste Tomb Raider vor allem mit einer weiblichen Spielfigur samt eckigen Pixelbrüsten verbindet, war der Titel für mich jahrelang nur „das Dinosaurierspiel mit dem T-Rex“.
Damals. Vermutlich 1996. Ich hatte bereits einige Erfahrungen mit dem Game Boy gemacht und war bei meinem besten Freund zu Besuch, welcher bei meiner Ankunft gerade ein neues Spiel spielte. Ich setzte mich hinter ihn und begutachtete das pixelige Treiben auf dem Röhrenmonitor. Ein beeindruckender Tyrannosaurus Rex, der König der Echsen, machte ihm und seiner Lara das Leben schwer. Entgegen der populären Darstellung aus Jurassic Park hatte dieser weder Probleme beim räumlichen Sehen – diese Disziplin meisterte er sogar bravourös – noch konnte er ein Auto verfolgen, wohl aber zumindest einen etwas schnelleren Radfahrer.

Auch wenn der Tyrannosaurus Rex in Tomb Raider eher behäbig durch die Gegend stolzierte, starb mein Freund viele Tode, schaffte es nach einem harten Kampf dann aber doch irgendwann dieses Biest zu besiegen. Ich war beeindruckt. Noch nie zuvor hatte ich einen virtuellen Dinosaurier gesehen, der sich zudem auch noch dermaßen bissfest zur Wehr setzte (immerhin mit dieser Behauptung hatte man gar nicht mal so unrecht). Seit jeher ist Tomb Raider auch immer „dieses Dinosaurierspiel“ geblieben, da ich auch noch Jahre nach diesem denkwürdigen Augenblick immer wieder forderte, dass er doch bitte „dieses Dinosaurierspiel“ spielen solle, damit ich den T-Rex noch einmal in all seiner Pracht bewundern konnte.

Warpath: Jurassic Park

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Christina: Das Beat’em Up mit Dinosauriern hat mich seinerzeit mehr beeindruckt, als ich zugeben möchte. Natürlich spielte ich alles, was sich in das Laufwerk meiner Playstation verirrte und war für jedes neue Spiel dankbar. Irgendwann ließ jemand Warpath: Jurassic Park in unserem Wohnzimmer liegen. Damals beschrieb ich es als Mortal Kombat mit Dinos, heute würde ich diese Beschreibung ungern durch Fachtermini beeinflussen, einfach weil sie passt. Hier konnte ab 1999 zum Beispiel ein Stygimoloch (aus der Gruppe der Pachycephalosauria, aufgrund ihrer verdickten Schädeldecke auch Dickkopfsaurier genannt, #relatable) gegen einen Styracosaurus kämpfen (der zur Gruppe der Ceratopsidae gehört, welche durch Nackenschilde und Hörnern am Kopf charakterisiert werden und folglich mit dem Triceratops verwandt waren). Interessanterweise waren beide Reptilien Pflanzenfresser – eine Information, die sich mir durch die Kämpfe nicht erschloss. Stattdessen lernte ich, welcher Dino die stärksten und wirkungsvollsten Attacken hat, welcher flink ist und welcher am gefährlichsten und schnell hatte ich einen Lieblingskämpfer.

Mein Ankylosaurus, einer der schwersten und bestgepanzerten Dinosaurier), und ich, wir waren unbesiegbar. Warpath: Jurassic Park machte dem Franchise insofern ein wenig Ehre, als dass es ein Museum gab, in dem alle spielbaren Dinosaurier ausgestellt waren und das wenige Informationen mitteilte. Der Versus Mode, in dem zwei Spieler oder Spielerinnen gegeneinander antreten können, war allerdings spannender und so drückten wir wahllos auf Knöpfe, fraßen ahnungslose Tiere, die sich in die Arena verirrten, um uns als MediPacks zu dienen und staunten voller Ehrfurcht, wenn die Dinosaurier am Anfang des Kampfes die Elektrozäune durchbrachen und laut brüllten. Leider ist das Spiel mehr an der Sensationsgier der Spielenden interessiert, die die Reptilien wie Gladiatoren antreten lassen, als an der Zurschaustellung der Echsen.

The Lost World: Jurassic Park

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Christina: Nur wenige Tage nach Veröffentlichung des zweiten Jurassic Park-Films erschien das gleichnamige Spiel, The Lost World: Jurassic Park. Für mich war es der Beginn einer Hass-Liebe. Als Compsognathus, der aufgrund seiner Größe auch Zwerg-Dinosaurier genannt wird, lernt man schnell, dass es im Reich der Dinosaurier sehr wohl auf die Größe ankommt. Es geht durch fremdartige Dschungel, wo der Kleine kleinere Dinosaurier frisst. Fasziniert beobachtete ich das HUD, dessen Balken und Symbole mir genau nichts verrieten. Besonders in Erinnerung geblieben ist der Triceratops (das Nashorn mit Halskrause, dessen Schädel und Knochen bisher tatsächlich nur in Nordamerika gefunden wurden), der schon sehr früh im Spiel platziert ist und unbesiegbar schien. Ich verbrachte Stunden damit, ihm auszuweichen und DNA einzusammeln, deren Zweck sich mir ebenfalls nicht erschloss. Giftige Pflanzen, unbekannte Gefahren, ich starb oft – nur um immer wieder ganz vorne anzufangen und zu hoffen, dass ich beim nächsten Mal das Ende des Levels erreichte. Trotz Repetitionen konnte ich das Spiel nicht aus der Hand geben.

The Lost World: Jurassic Park ist retrospektiv betrachtet ein unangenehmes Spiel, nicht zuletzt wegen der ungenauen Steuerung und dem simplen, fast schon stumpfsinnigen Gameplay. Es ist ein Spiel über das sinnlose Leben und Sterben eines Compsognathus.

Jurassic Park: Operation Genesis

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Caro: Ich finde nicht nur Dinosaurier ziemlich faszinierend, sondern bin auch sehr großer Fan von Wirtschaftssimulationen. Beispielsweise Zoo Tycoon. Als 2003 quasi ein „Bau dir deinen eigenen Jurassic Park“-Tycoon namens Jurassic Park: Operation Genesis veröffentlicht wurde, konnte ich meine Begeisterung kaum bremsen. Das Schlimme daran: Dieses Spiel war auch noch verdammt gut und ich verstand bis vor Kurzem nicht, warum es niemals einen adäquaten Nachfolger dafür gab. Immerhin soll mit Jurassic World Evolution im nächsten Jahr endlich Nachschub für all die hungrigen Parkwächter erscheinen. Ob es so faszinierend sein wird wie der quasi-Vorgänger, bleibt natürlich abzuwarten. Aber was kann man bei Dinosauriern schon falsch machen?

In Jurassic Park: Operation Genesis begegneten die Spielenden den bekannten Charakteren aus Jurassic Park, mussten nebenbei amoklaufende Dinosaurier beruhigen, indem man sie vom Helikopter aus mit Betäubungspfeilen beschoss, kümmerte sich um das Tagesgeschäft des Parks und erforschte munter weitere Dinosaurier, die man auf die Besucher jagen konnte. Wer es ruhiger angehen wollte, konnte auch auf Dinosafari gehen. Ein Feature, das ich bis heute in Spielen vermisse. Möglicherweise beeilt sich der Klischee-Milliardär aber auch einfach ein bisschen und baut endlich einen echten Jurassic Park, damit ich meinen Sehnsüchten in der realen Welt nachgehen kann.

ARK: Survival Evolved

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Caro: Das Survival-Genre ist seit Ende 2013, was auch den Beginn der glorreichen Early-Access-Ära markiert, sehr erfolgreich. Dinosaurier hatten es in diesem Genre allerdings nicht ganz so leicht. Vor ARK gab es beispielsweise The Stomping Land, welches allerdings überraschend von dannen stampfte. ARK trat 2015 auf den Plan und hat sich seither zur Survival-Blaupause entwickelt.
In ARK: Survival Evolved erleben wir eine Artenvielfalt, die es in der wirklichen Welt nie gab. Das von Christina erwähnte Mesozoikum lässt sich, wie schon erwähnt, auf die Zeitalter Trias-, Jura- und Kreidezeit herunterbrechen. Wenn man dann allerdings auch noch darauf hinweist, dass allein die Trias etwa 51 Millionen Jahre, der Jura etwa 56 Millionen Jahre und schließlich die Kreidezeit sogar rund 80 Millionen Jahre andauerte, wird einem ziemlich schnell bewusst, dass die Lebenszeit des kleinen Menschen im Vergleich zu der der mächtigen Echsen nicht wirklich erwähnenswert sein sollte.

In 187 Millionen Jahren hatte die Evolution ziemlich viel Zeit, um allerlei Wunder zu vollbringen. Das Ergebnis darf man auch in ARK bestaunen, welches auf Zeitalter scheißt und euch mit der vollen Bandbreite an gefährlichen und auch bezaubernden Lebewesen beeindrucken möchte. Mehr als 100 Lebewesen begegnen euch auf eurem Weg über die gefährlichen Inseln. Darunter nicht nur Dinosaurier, sondern beispielsweise auch der Urvogel Archaeopteryx, welcher eine Übergangsform zwischen den theropoden Dinosauriern und ersten Vögeln war. Zudem erwarten euch Reptilien, Amphibien, Urzeitfische, wirbellose Tiere wie die Trilobiten und sogar Säugetiere, welche sich zeitlich gesehen während der Trias und dem Jura entwickelten. Ein Zusammentreffen der Säugetiere mit den Dinosauriern aus ARK wäre theoretisch also möglich gewesen, auch wenn weit entwickelte Säugetiere wie die Mammuts, Säbelzahntiger oder gar Menschen in der wirklichen Welt noch Zukunftsmusik waren. Die dominierende Spezies wurden die heutigen Säugetiere erst sehr viel später. ARK nimmt es mit der tatsächlichen Geschichte aber nicht ganz so ernst, was insofern gut ist, da wir dadurch viele Dinosaurier kennenlernen dürfen, die sich sonst niemals getroffen hätten. Die Begegnung zwischen Mensch und Dinosaurier gestaltet sich, wer hätte es gedacht, als schwierig.

Wir sind ein Überlebender in einer fremden und vor allem sehr gefährlichen Dinosaurierwelt, es gibt überall seltsame Bauwerke mit riesigen Leuchtkegeln, die Erde bebt ob der mächtigen Brontosaurier neben uns, kleine Compsognathus mit wohlwollenden Herzen über dem Kopf rennen auf uns zu und hey, war das gerade ein Riesenhai mit einem Sattel? Wo sonst können wir unserem gezähmten Stegosaurus (Habe ich erwähnt, dass man DINOSAURIER ZÄHMEN KANN?) den Namen unserer Freunde verpassen und dann glücklich durch den Dschungel reitend Bäume sowohl mit unserem mächtigen Kampfgewicht von rund 4,5 Tonnen als auch unseren spaßbringenden Schwanzstacheln niederwalzen? Wo können wir ein Baumhaus bauen, welches wir auf dem Rücken unseres Pteranodon verlassen, da der Weg nach unten ja viel zu unbequem ist? (Ich erwähne jetzt nicht, dass der Pteranodon eigentlich viel zu groß ist, um auf einem Baumhaus zu landen und auch nicht, dass die Haltung mitten in einem Wald voller Mammutbäume nicht wirklich artgerecht wäre, da der Gute eigentlich eher Fische bevorzugt.) Wenn wir gerade bei Fischen sind. Habe ich erwähnt, dass ihr auch Unterwasserbasen bauen könnt, welche ihr von eurem 20 Meter langen Megalodon beschützen lassen könnt? Wer wie ich seit Kindheitstagen zu den euphorischen Hobbypaläontologen gehört, wird mit ARK sehr sehr glücklich. Selbst wenn man sich sonst nicht von Survival-Spielen begeistern lässt, ist die erste Begegnung mit einem mächtigen Sauropoden und der dazu passenden bebenden Umgebung ein magischer Moment, der sich für immer in die Erinnerung einbrennt. Ich weiß nicht, warum die mächtigen Echsen eine solche Wirkung auf uns Menschen haben, aber man muss ja auch nicht alles verstehen, sondern kann die Wunder der Natur auch einfach einmal genießen.

Bonus – Rex: Another Island

Dieser Text wurde so ähnlich 2017 auf Gameplane.de veröffentlicht. Caros Weisheit findet ihr nun hier.