Das Lauteste an Lonely Mountains: Downhill sind deine eigenen Flüche

Der Arcade-Downhill-Radler steht kurz vor seinem Kickstarter-Ziel. Es wäre schade, wenn er jetzt daran scheitert.

Hamburg hasst Fahrradfahrer. Die Radwege sind eine Zumutung und die Autofahrer halten dich für irre. Immerhin werde ich nicht jedes Mal angehupt, wenn ich mal wieder auf die Straße ausweichen muss, damit ich mir keine schlaglochinduzierte Acht in die Felge haue. In Lonely Mountains: Downhill habe ich während der einminütigen Demo keines dieser Probleme.

Vielmehr verliere ich mich schnell in der blockigen, aber sympathischen Polygon-Präsentation. Die einzigen Geräusche, die während meiner Talfahrt auf dem Mountainbike an mein Ohr dringen, sind das Ticken des Timers, das Ächzen wenn meine Figur gegen einen Stein kracht und Blutpixel verspritzt und das Knirschen des Bodenbelags.

Schon in der relativ kurz bemessenen Zeit fühlt sich Lonely Mountains: Downhill an wie eine urwüchsigere, weniger auf Bombast setzende Variante von Trials: Viel trial & error, viel Gefluche, viel Controllergeruckel um mich richtig in die Kurven zu lehnen und Hindernisse zu umschiffen. Die Balance zwischen Motivation und Frustration ist allerdings schon in der Demo ziemlich perfekt austariert.

Noch sechs Tage läuft die Kickstarter-Kampagne des Zwei-Mann-Unternehmens und ein wenig Geld fehlt den beiden noch, um den Arcade-Radler zu finanzieren. Nicht nur Fahrradhipster sollten hier einen Klick riskieren.