Die fünf Spiele aus 2018, die ich dieses Jahr gerne gespielt hätte

Die fünf Spiele aus 2018, die ich dieses Jahr gerne gespielt hätte

2018 steckte voller toller Spiele. Zu viele, um sie innerhalb von zwölf Monaten zu spielen. Das sind die fünf Titel, für die mir die Zeit fehlte.

Dead Cells

Wäre Hollow Knight 2018 erschienen, es hätte sich wohl den ersten Platz auf meiner "echten" GOTY-Liste erhüpft. Der Titel aus dem Metroidvania-Genre, der dem komplexen Krabbeln dieses Jahr am nächsten kam, war Dead Cells - also für mich eigentlich gesetzt. Hier zählt nicht mal die Ausrede, dass ich den Titel nicht auf dem Schirm hatte. Ob in meinen Handynotizen oder in Gesprächen mit Kollegen: Das Rogue-A-Vania hätte gemessen an der Zeit, mit der ich mich abseits vom Spiel selbst damit beschäftigt hatte, definitiv in einer meiner Spielebibliotheken landen müssen. Aber 2019 wird die Indie-Hit-Dichte bestimmt viel geringer als 2018 - träumen wird man ja wohl noch dürfen.

Battletech

Als Jugendlicher habe ich vor allem zwei Sci-Fi-Romanserien verschlungen: Die von Shadowrun und die von Battletech. Da passte es perfekt, dass Harebrained Schemes nach den hervorragenden Rollenspielen zu ersterem sich 2018 an die Lizenz von letzterem wagte und ein, allen Pressestimmen nach, ebenso hervorragendes Strategiespiel aus dem Hut zauberte. Mit Mech-Spielen hatte ich dieses Jahr zwar meine Erfahrung gemacht, aber für diesen rundenstrategischen Exkurs hat es letztlich nicht gereicht. Schade.

Wandersong

Singen um die Welt zu retten - die Prämisse von Wandersong ist ebenso drollig wie interessant. Vor allem, da ich mich abseits von Videospielen auch viel beruflich und privat mit Musik beschäftige, ob aktiv oder passiv. Zugegeben, MusikSPIELE haben mich nie wirklich gereizt. Songsmith war mir zu schwer, Guitar Hero zu öde, und von Dance Dance Revolution und Co. wollen wir gar erst nicht anfangen. Der Barden-Simulator hatte es tatsächlich gar nicht erst auf meinen Radar geschafft, bis mich ein User im Lost-Levels-Discord darauf aufmerksam machte - Shoutouts an MOKKA, dessen Sidescrolling-Shmup Splinter Zone ihr auschecken solltet.

Frostpunk

This War Of Mine war einer meiner absoluten Überraschungstitel, den ich so brutal savegescumt habe wie wohl keinen anderen Titel in letzter Zeit - abgesehen von den Titeln des XCOM-Franchise. In beiden Fällen war es mir immens wichtig, dass alle meine Charaktere so lange wie möglich überleben. Starb im Antikriegsspiel von 11 Bit Studios einer der Überlebenden, traf mich sein oder ihr Exitus ziemlich hart. Frostpunk dehnt die Beschäftigung mit schwierigen Entscheidungen auf eine ganze Stadt aus, die ich durch den postnuklearen Winter bringen muss. Gerne hätte ich auch hier savegescumt, bis es kein Morgen mehr gibt.

Bonuslevel: Untitled Goose Game

Nein, ihr habt den Release eines DER GOTY-Kandidaten 2019 noch nicht verpasst. Eigentlich sollte Untitled Goose Game aber schon 2018 erscheinen, ich hätte es entsprechend schon gerne dieses Jahr gespielt. Ich meine, hallo?! Wie genial ist die Idee, in die Rolle einer Gans zu schlüpfen und Low-Poly-Gärtner, Briefträger und Hausbewohner zu terrorisieren und sich wichtige Gegenstände durch smartes Schleich-Gameplay unter das Federkleid zu schmuggeln? Ja, 2019 wird viele großartige Spiele hervorbringen, genau wie 2018. Aber ob darunter ein ähnlich wunderhübsches Anarcho-Kleinod wie das Spiel von House House sein wird? I doubt it.