Kommt ein Leveleditor in eine Bar und sagt, er sei ein Spiel

Kommt ein Leveleditor in eine Bar und sagt, er sei ein Spiel

Keygeon ist kein Witz, sondern das heimliche Kind von Keyboard Sports und Super Mario Maker.

Intuitiv und einfallsreich, aber auch kurzweilig und klein - Keygeon ist eine gute Idee, über die die Entwicklung nie hinaus ging. Die ganze Tastatur ist das Spielfeld, auf dem Spielende ein Dungeon bauen können, durch das sie anschließend sicher kommen müssen. Jede Taste entspricht dabei einem Feld, das beliebig besetzt werden kann. So weit, so simpel.

Leider gibt es nur fünf unterschiedliche Arten von Feldern: Normale Blöcke, auf denen die Figur gehen kann, Blöcke, die nach einmaligem Betreten zusammenbrechen, Blockaden, Spawnpunkte für Gegner (die scheinbar willkürlich über die ihnen verfügbaren Tasten laufen und den Spieler oder die Spielerin bei Berührung töten) und Raketenwerfer, die jeweils die Reihe bombardieren, in der sie platziert wurden. Immerhin steht Spielenden ein Laserstrahl zur Verfügung, der die kleinen Gegner ausschalten kann. Um die Herausforderung nicht vollständig zu eliminieren, gibt es jedoch nur einen Schuss mit dem Laser, welcher nur in eine der vier Himmelsrichtungen abgegeben werden kann. Davon abgesehen dreht sich Keygeon um das Finden des richtigen Weges durch mal mehr, mal weniger schwierige Parcours.

Der geringe Umfang ist dem Kontext der Entstehung geschuldet, denn Keygeon entsprang einem Gamejam, wurde entsprechend in kurzer Zeit entwickelt und sollte wohl auch nie über das jetzige Stadium hinaus gehen. Das ist schade, denn das Spiel hätte vor allem als Multiplayer-Titel Potenzial, in dem Spielende andere mit selbstgebauten Dungeons herausfordern. So ist es eine Skizze, die weder Fortschritt noch Belohnung oder Abwechslung bietet und eben nur kurze Zeit Spaß macht. Und mehr kann man über Keygeon tatsächlich nicht sagen.