Monolith ist der schwarzweißeste Space-Harrier-Klon aller Zeiten

Monolith ist der schwarzweißeste Space-Harrier-Klon aller Zeiten

Vier Tasten und zwei Farben sind genug, um dich in die Bullet Hell zu schicken.

Monolith ist ein Top-Down-Shooter mit prozeduraler Generierung. Nein, halt, das ist ein anderes Spiel. Monolith ist eine digitale Kunstinstallation für VR-Headsets... nein, Unsinn, schon wieder falsch! Monolith ist ein abstrakter Walkingsimulator... argh! Warum heißen so viele verschiedene Spiele Monolith?!

Monolith ist ein rasend schneller Shooter, in dem ein Kampfjet über eine Landschaft fliegt, feindlichen Geschossen ausweicht und deren Schützen aus der Luft fischt. Dabei bewegt sich das eigene Schiff nur auf zwei Achsen, horizontal und vertikal, was mit seiner unintuitiven Nutzung der dreidimensionalen Raumtiefe unvermeidlich an den Sega-Klassiker Space Harrier erinnert, den ich selbst nur als Minigame aus dem deutlich dreidimensionaleren Shenmue kenne, aber das ist eine andere Geschichte.

Die abgesehen von den Richtungspfeilen auf eine einzige Taste reduzierte Steuerung fordert Spielenden dennoch einiges an motorischem Können ab. Einerseits muss dem bildschirmfüllenden Unterstützungsfeuerwerk ausgewichen werden. Gleichzeitig benötigt die zielsuchende Rakete eine ruhige Hand, denn das Fadenkreuz muss einige Sekunden über dem Feind schweben, um ihn anzuvisieren.

Ausweichen, anvisieren, abfeuern, ausweichen, anvisieren, abfeuern... zugegeben, bemerkenswerter als das kurzweilige Gameplay ist der Look. Monolith präsentiert den Flug zum Monolithen in krassem Schwarzweiß und geditherten Texturen. In 2D ist das nicht ungewöhnlich, in 3D wirkt der Effekt aber jedes mal aufregend neu. Apropos, wann kommt eigentlich Return of the Obra Dinn raus? Ach, nein, das ist ja auch wieder ein völlig anderes Spiel.

Mein grauenhaft schlechter Score ist übrigens 29. Beat that!