Pool Panic ist (Gott sei Dank) keine große Herausforderung

Der cartoonige Billard-Quatsch stellt mir keine Hindernisse in den Weg und ist genau das Spiel, das ich jetzt gebraucht habe.

Eineinhalb Jahre lang habe ich darauf gewartet, endlich Hollow Knight spielen zu können. Das wunderschöne und bockkäferschwere Metroidvania wurde beim Release im März 2017 mit Lob überhäuft. Jetzt ist es endlich auch auf Nintendos Switch, der Metroidvania-Konsole meiner Wahl, erschienen. "Hurra!" rief ich und sprang kopfüber in den pile of shame possibilities.

Ungefähr drei Spielstunden später beendete ich Hollow Knight zum bisher letzten Mal. Der zweite Endkampf war mir nach dem zehnten Anlauf einfach zu schwer und der Frust gewann Überhand. Ich sehe ja, wie ich ausweichen, kontern und parieren müsste! Nur bekomme ich es motorisch nicht ausreichend gut hin. Ja, ich weiß. Das Spiel ist es ganz bestimmt wert, sich da durchzubeißen. Aber da es auch keinen Assisst-Mode wie bei Celeste gibt, sehe ich im Moment keine Chance.

Dafür habe ich einfach genug andere Spiele auf meiner Switch. Zum Beispiel Captain Toad: Treasure Tracker, das im zweiten Kapitel ein ziemlich fieses Geisterlevel hat. Oder INK, den extreme Präzision erzwingenden Plattformer mit unsichtbaren Plattformen. Nein, dann doch lieber Pool Panic.

Jedes Level von Pool Panic stellt mich vor die Aufgabe, alle Billardkugeln in den Löchern zu versenken. Natürlich gibt es dabei Extrapunkte, wenn ich besonders wenig Stöße mit dem Queue brauche. Aufgefallen ist mir das erst, als ich schon die zweite Welt freigeschaltet hatte. Denn egal wie schlecht ich bin – und das bin ich, so wenig Mühe für ein effizientes Spiel gebe ich mir – legt mir Pool Panic keine Steine in den Weg.

So holpere ich weiter von Level zu Level, amüsiere mich über den schrägen Humor einer Welt, in der alles aus Billardaccessoires besteht, und habe schon wieder vergessen, wie sehr mich der Endboss in Hollow Knight frustriert hat. Und wenn mir das dann zu langweilig wird, kann ich ja immernoch versuchen, alle Levels mit der perfekten Punktzahl abzuschließen. Aber warum eigentlich?