Wenn ein Rhythmusspiel auf seine Kernmechanik reduziert wird, kommt am Ende Comboboss heraus

Wenn ein Rhythmusspiel auf seine Kernmechanik reduziert wird, kommt am Ende Comboboss heraus

Das kurze und kurzweilige Ein-Mann-Projekt ist eine Mischung aus Soul Calibur und Thumper - mit Bärten und nackten Oberkörpern.

Kickbeat, Metronomicon, Crypt Of The Necrodancer, Thumper, One Finger Death Punch: Rhythmusspiele, die über das Nachtanzen von Choreographien hinausgehen und mit eigenen Konzepten aufwarten, sind gerade im Indie-Sektor der heiße Scheiß. Für die Mittagspause oder als palate cleanser eignen sich die meisten dieser Titel allerdings nicht. Entweder sind sie zu komplex und verlangen zu viel Einarbeitung, oder sie sind simpel, aber schweißtreibend.

Wer die Finger etwas entspannter herumhüpfen lassen will, sollte sich Comboboss von TheStrikeBone anschauen. In dem pixeligen Rhythmus-Prügler trete ich als bärtiger, behelmter und beschwerteter Wikinger gegen eine nie enden wollende Welle an Gegnern an. Durch die Ausführung von Combos, die ich mit korrekt getimten Tasten- oder Button-Eingaben auslöse, prügle ich mit Schwert, Faust und Fuß Stück für Stück deren Lebensbalken Richtung Nullpunkt. Verfehle ich die korrekte Eingabe, geht es meinem Lebensbalken an den Kragen.

Der einzige offensichtliche Reiz an Comboboss ist es, immer wieder meinen eigenen Highscore zu überbieten und die immer schneller und länger werdenden Combos zielsicher abzufeuern. Die Präsentation ist allerdings derart charmant und die Soundeffekte so minimalistisch, dass sich bei mir während des Spielens schon fast ein beruhigender Zen-Flow eingestellt hat. Und welches Rhythmusspiel kann ernsthaft von sich behaupten, neben immer hektischer werdendem Flow auch eine derartige Entspannungskomponente bereitzuhalten? Außerdem: Wikinger-Content funktioniert immer! Diese Lektion hat auch eine bestimmte griechische, auffällig tätowierte Blasshaut gelernt.