Die schönsten Geschichten aus dem vergangenen und kommenden Jahr

Die schönsten Geschichten aus dem vergangenen und kommenden Jahr

Zwischen den Feiertagen ist endlich Zeit für etwas Kleines. Zum Beispiel für all die guten Spiele mit noch besseren Geschichten, die ihr bisher übersehen habt.

In der letzten Ausgabe des Lost Levels Podcast haben wir darüber gesprochen, wie viele gute Spiele es gibt und wie wenig Zeit wir für sie haben. Jetzt, zwischen den Jahren, ist die Zeit, um die kleinen Wunderwerke dieses, letzen und kommenden Jahres nachzuholen oder auf Wunschlisten zu schreiben.

Ich zählte in diesem Jahr zu den überaus glücklichen Menschen, die The Almost Gone vor Release spielen durften. Leider ist das Spiel immer noch nicht veröffentlicht. Ihr solltet 2018 aber Augen und den Mauszeiger darauf gerichet halten, wenn ihr auf wunderschöne Illustrationen, versteckte Geschichten und Rätsel steht. Wenn euch das und der Spaß am Erkunden nicht überzeugen können, solltet ihr euer Leben überdenken!

What Remains of Edith Finch erzählt die Geschichten seiner liebenswürdigen Charaktere nach und nach. Ein verlassenes Haus voller Erinnerungen dient dabei als Katalysator für die Auseinandersetzung mit ihrer Familiengeschichte. Ein kleines, gelungenes Spiel, das nicht zuletzt durch das Zusammenspiel zwischen Geschichte und Gameplay hervorragend funktioniert.

Ebenfalls noch nicht veröffentlicht, dafür aber mindestens genauso rätselhaft und sehenswert ist Tick Tock: A Tale For Two. Der Koop-Titel war zurecht für den Creative Gaming Award nominiert. Zwei Spielende in fast identischen Welten müssen allein durch Kommunikation Rätsel lösen und sind dabei die einzige Verbindung zwischen den beiden Welten. Momentan arbeiten die Entwicklerinnen an weiteren Kapiteln, um die bisher etwas kurz kommende Geschichte auszubauen.

Vollkommen überraschend war Stories Untold für mich eines der besten Spiele des Jahres. Auch hier ist die Story zunächst unscheinbar und entfaltet erst im Laufe des Spiels ihr volles Potential, was die EntwicklerInnen aber nicht davon abgehalten hat, vier Episoden voller unberechenbarer Ideen zu produzieren.

Mittlerweile sollte deutlich geworden sein, dass Geschichten für mich der Glitzer auf dem Gameplay sind. Entsprechend wünsche ich mir für 2018, dass Where the Water Tastes Like Wine endlich erscheint. Die Demo war vielversprechend, die schiere Anzahl an AutorInnen ist beeindruckend und die Idee, amerikanische Geschichte mit Folklore zu verbinden, ist sowohl wertvoll als auch inspirierend.

Zu guter Letzt sei euch One Shot ans Herz gelegt, das bereits Ende 2016 herausgekommen ist. Es verbindet das Wohlgefühl angesichts einer großen, erkundbaren Welt, den Nervenkitzel des Abenteuers, das mulmige Gefühl von Unsicherheit und die Sprachlosigkeit, wenn sich Zusammenhänge erschließen und viele kleine Informationen und Taten sich zu einem großen, kreativen Werk zusammen tun.