Wir konstruieren Ortschaften und dekonstruieren kolonialistisches Erbe in Spielen

Auf dem Mars sind wir auch. Daher bekommt ihr hier die gewohnt lässige Mischung aus Spaß und Sinn.

Die Sonne scheint heller, die Luft wird heißer. Nur bei Lost Levels, da bleibt man noch cool. So cool, dass wir hausmeisterlich und Podcast-konform verkünden, dass die Ausschreibungen für die Creative Gaming Awards begonnen haben. Bis zum 31. Juli können Indie-Entwickler*innen aus Europa Spiele, Projekte, spielbare Kunstwerke, Installationen, Medienfantasien einreichen. Alle nominierten Projekte werden beim PLAY – Creative Gaming Festival ausgestellt.

Wenn ihr lieber am receiving end der Videospielkette seid, wird euch freuen, dass Daniel Spiele zwar immer noch für Trash hält, aber mit Golf on Mars einen Waffenstillstand zwischen ihm und dem Medium erreichen konnte. Das liegt an der Sinnlosigkeit und Einfachheit des Spiels, der Tatsache, dass alles egal und das Spiel deshalb spielbar ist.

Effizienz, das Kerncharakteristikum aller guten Städtebauer*innen, sucht man in Townscaper vergeblich. Zumindest, wenn ich es spiele. Als neuer Twitter-Star der vergangenen Woche sah man auf vielen Bildschirmen die bunten Häuschen, die aus dem Nichts aufploppten und verträumte, menschenleere Städte auf ruhiger See formten. Konstruktiv bleibt es mit Dorfromantik, das nach seinem Erfolg als Ludum Dare-Beitrag nun in Vollentwicklung ist. Hier werden Kacheln entsprechend der To Do-Liste angeordnet, die nach und nach eine niedliche Agrar- und Forstlandschaft ergeben.

Um richtiges Anordnen geht es auch in Signs Of The Sojourner, einem (laut Florian) Deckbuilder über Kommunikation. In cool. Das Spiel gamifiziert die Schwierigkeiten der Konversation und wie Menschen mit unterschiedlichen Ideen und Kompetenzen aneinander vorbei reden. Wir hingegen führen in dieser Folge eine vorbildliche Diskussion über Curious Expedition 2, welche Probleme es mit Tim und Struppi gibt, wie wir Repräsentationen des Kolonialismus sehen und was Teil 2 von Teil 1 unterscheidet.

Nach so viel gedanklichem Input folgt wie üblich der wortwörtliche Input in Form von Nahrungsaufnahme. Florian empfiehlt Rauchsalz, Daniel behauptet Veggie Chicky Nuggies (ein Teil von mir ist gestorben, als ich das schrieb) seien zu echt, um Junk Food zu sein und ich erkläre mein Frühstück. Wir sprechen auch über Baumlimo.

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