Wir kontrollieren Panzer und beobachten Liebespaare auf der Flucht

Und das ohne tragischen, inhaltlichen Zusammenhang.

Drei Menschen sitzen allein zu Hause. Das Licht der Monitore strahlt ihre Gesichter an, leise klickt es, als die USB-Kabel eingesteckt werden. Drei Menschen, die szenische Einstiege verabscheuen, aber in ihrer Liebe für Videospiele und Essen vereint sind.

Florian kompensiert diesen schrecklichen Textanfang mit Erzählungen von Haven, in dem er ein Liebespaar spielt, das sich auf einer interplanetaren Flucht befindet und sich leider nur auf Textebene ergänzt. Auf der Flucht vor gutem Geschmack ist Nightmare. Der “dystopische FPS” ist… besonders. Besonders bunt, besonders laut, besonders herausfordernd auf so vielen Ebenen.

Daniel ist, entgegen gängiger Behauptungen, ein Liebhaber zahlreicher Genres und Darstellungsweisen der spielbaren virtuellen Realität. Das aktuellste Beispiel war zur Zeit der Aufnahme Control. Was das ist und ob es lohnt, wird euch in Folge 55 erklärt. Wer etwas ganz anderes möchte, ist vielleicht mit Möbius Front ‘83 besser dran. Hier trifft taktisches Verschieben von Kriegsfahrzeugen auf Zachtronics-Mechanik.

Ich wiederum habe zu dieser Zeit in meinem Leben eigentlich nur Vampyr gespielt und bereue nichts. Als neu erzeugter Vampir und Arzt schlich ich mich durch ein von der Seuche schwer getroffenes London und berichte von überraschend guten NPCs sowie einem erst auf den zweiten Blick ausgeklügelten Kampfsystem. Über komplizierte Wege gelange ich schließlich von generischer Dunkel-Action zu generischem 2D-Rollenspiel. Haven: Secret of Caledria ist der Archetyp der RPG Maker-Kreationen und gerade deshalb empfehlenswert.

Die Leckerlevels widmeten sich reichhaltigem und vor allem seelisch erfüllendem Essen: Pies, Cornflakes und Raclette.

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