Wir sagen Nazis den Kampf an und hantieren mit heißen Dingen

In dieser 33. Episode geht es außerdem um heimelige Fetch Quests und gutes Bier.

Bevor es mit gewohnt kompetenter und lässiger Art um Videospiele, Essen und Hot Takes geht, steigen Florian, Sonja und Daniel dank geballter Musik-Expertise mit dem Synthie-Talk ein. Endlich wieder! Ebenfalls gewohnt gekonnt ist der art style von The Supper, das Sonja vorstellt. Octavi Navarro, dessen andere Werke wir hier und hier lobpriesen, handelt von einer älteren Dame, die Stimmen hört. Das Horror-Point-and-Click Adventure ist ein solider, mehr oder weniger halbstündiger Spaß.

Abhängig von eurer Definition von Spaß ist Cook, Serve, Delicious 3 ein geeignetes Spiel für LiebhaberInnen dieses Podcasts. Nicht zuletzt weil es um Essen in einem Videospiel geht. Die stressige Kochsimulation erklärt neue spielerische Elemente über die Story und diesen innovativen Ansatz möchten wir an dieser Stelle hervorheben.

Ähnlichen häuslichen und teilweise philantropischen Aktivitäten geht Daniel in LotRO nach. Oder Herr der Ringe Online, für die Akronym-aversiven Menschen unter euch. Bisher hat er es bis Level 14 geschafft, genießt das Hobbit-Kesselflicker-Postboten-Leben und erklärt unumständlich, wie es zu seinem Namen kam. Wer nach dieser Erzählung noch nicht Lust auf Abenteuer im Auenland hat, wird vielleicht von Florian überzeugt, der das MMO als sinnvolle Erweiterung von Tolkiens Vorlage beschreibt.

Schwerkraftprojektionsgerät besprechen die lieben Menschen auch noch, ich habe leider nicht verstanden, wie dieses Tetris-like funktioniert. Es scheint schwer und schlimm zu sein.

Ein bisschen gilt das auch für Through the Darkest of Times, das den Widerstand gegen Nationalsozialisten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und dabei Zivilcourage aller als verbindendes Element in den Vordergrund stellt. Sonja, Florian und Daniel besprechen das Spiel ausführlich im Podcast, hier und hier und erzählen euch, was euch erwartet.

Wer noch nicht genug Hot Takes hatte, kann sich Tweets zu Kentucky Route Zero ansehen. Jede und jeder scheint etwas dazu sagen zu wollen. Wir konsequenterweise auch. Das selbst bezeichnende “magic realist adventure game” verbindet Text- und Point-and-Click Adventure mit, ganz genau, magical realism. Im Grunde bedeutet das, dass das Spiel sich den Elementen des amerikanischen Realismus bedient, wie dem Fokus auf Charaktere, Wirklichkeitsnähe oder der “Willentlichen Aussetzung der Ungläubigkeit”, um zum Beispiel auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen. Gleichzeitig sind magische Geschöpfe und surreale Begebenheiten vollkommen normal in der Welt. Oder einfacher: Kentucky Route Zero ist die Illusion einer Realität mit Magic. Florian, Sonja und Daniel diskutieren darüber hinaus in einem metaphorischen, beigen, hohen Gebäude, dessen Material unethisch gewildert wird, inwiefern das Spiel in Statements über amerikanische Kulturgüter verwendet werden kann.

Nach zahlreichen Ausflügen in anderen Zeiten, Welten und Fantasien beenden bodenständiges Bier namens Uwe, Radler namens Strandräuber oder Gösser (fabelhafte Menschen wissen natürlich, dass es Alster heißt) und Irish Coffee diese Episode des Lost Levels Podcast.

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