Wir sprechen über verspielte Workification, Instagram-Apokalypsen und gebratenen Spargel

Spielen kann Arbeit sein. Vor allem, wenn man einen Freizeitpark baut, das Netz der 90er nach Kriminellen durchsucht und Affen aus dem Zoo lässt.

Dank der Beteiligung von Wibke ist die elfte Folge unseres Podcasts endlich wieder international und argumentativ unantastbar. Anders können sich Daniel und Florian auch nicht erklären, dass die Workification-Aspekte des Achterbahnsimulators Parkitect nach den interessantesten Features des Spiels klingen.

Etwas verspielter ist Featherfall. Sich als Vogel durch die verpixelten isometrischen Landschaften zu prügeln und in der Mischung aus Twin-Stick-Shooter und Soulslike erfolgreich zu sein, kann aber auch ganz schön schweißtreibend sein. In Jack Move regiert dafür die Coolness und ein cyberpunkiger, retrofuturistischer Vibe. Schon die kurze Demo verdeutlicht, wie gut der Cyberspace und JRPGs zusammenpassen. Eine ähnlich großartige Kombination bietet Ape Out, das Free Jazz mit plakativer Kontrastkunst und jeder Menge Pixelblut verknüpft - ein absolutes audiovisuelles Highlight des Indie-Jahres.

Ähnlich einschlagen dürfte Baba Is You, ein Um-die-Ecke-Puzzler, in dem ihr sokobanmäßig Wortblöcke verschieben müsst, um ans Ziel zu kommen. Hypnospace Outlaw hingegen belohnt findige Spürnasen, die in den herrlich vaporwavigen Weiten eines fiktiven 90er-Jahre-Internets nach kriminellem Gezücht suchen und sich dabei von der trashig-genialen Ästhetik einlullen lassen. Etwas konventioneller, aber nicht weniger optisch reizvoll kommt Generation Zero daher. Eine Gruppe Teenager, die Apokalypse, Roboterhunde und pittoreske, leere Landschaften – klingt nach einem typischen Schwedenurlaub, oder?

In den Leckerlevels wird es in dieser Folge zwei Mal regional und ein Mal klebrig - und eigentlich kommen Wibke, Daniel und Florian letztlich zum Schluss, dass Ingwerbutter einfach alles besser macht.