Tundra, Taiga, Wallachei
04.11.2026 78 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Folge sprechen Christina und Florian über Thank You Bus Driver, The Blood of Dawnwalker und Penguin Colony.
Obacht! Mini-Spoiler für Penguin Colony voraus (siehe Kapitelmarken)!
Wir haben ein großes Herz für kleine Indies. Zum Beispiel The Blood of Dawnwalker, in das sich Christina gestürzt hat. Der wilde Assassin's-Creed-Witcher-Mordors-Schatten-Dark-Souls-Mix ist natürlich ein astreines AAA-Rollenspiel, überzeugt aber mit interessanten Ideen und einem ziemlich hotten Cast.
Florian fischt mit seinen beiden Spielen in verschieden tiefen Gewässern. Die Busfahr-und-Slap-Sim Thank You Bus Driver ist herrlich chaotisch und drüber, wenn auch nicht immer klar lesbar, während Penguin Colony den Lovecraft-Mythos in eine Watschel-Sim verwandelt und passables Gameplay mit starken Statements verknüpft.
Neu: Ihr wollt nicht in unser Forum kommen, uns aber trotzdem Feedback, Lob, Kritik und sonstiges zukommen lassen? Dann schickt eine Mail an moin[at]lostlevels[punkt]de.
Wir haben ein großes Herz für kleine Indies. Zum Beispiel The Blood of Dawnwalker, in das sich Christina gestürzt hat. Der wilde Assassin's-Creed-Witcher-Mordors-Schatten-Dark-Souls-Mix ist natürlich ein astreines AAA-Rollenspiel, überzeugt aber mit interessanten Ideen und einem ziemlich hotten Cast.
Florian fischt mit seinen beiden Spielen in verschieden tiefen Gewässern. Die Busfahr-und-Slap-Sim Thank You Bus Driver ist herrlich chaotisch und drüber, wenn auch nicht immer klar lesbar, während Penguin Colony den Lovecraft-Mythos in eine Watschel-Sim verwandelt und passables Gameplay mit starken Statements verknüpft.
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Im Cast besprochene Spiele:
Thank You Bus Driver (1:25), The Blood of Dawnwalker (16:55), Penguin Colony (51:58), Mini-Spoiler für Penguin Colony (1:00:18), Mini-Spoiler für Penguin Colony Ende (1:00:51), Mini-Spoiler für Penguin Colony (1:03:10), Mini-Spoiler für Penguin Colony Ende (1:03:26)
Thank You Bus Driver (1:25), The Blood of Dawnwalker (16:55), Penguin Colony (51:58), Mini-Spoiler für Penguin Colony (1:00:18), Mini-Spoiler für Penguin Colony Ende (1:00:51), Mini-Spoiler für Penguin Colony (1:03:10), Mini-Spoiler für Penguin Colony Ende (1:03:26)
Transkript
Moin Internet. Ihr hört Folge 208 von Lost Levels eurer 14-tägigen Indie-Stunde.
Ich bin Florian Zandt und mit mir im digitalen Gemeinschaftsraum heute Christina
Kutscher. Hallo Christina.
Hallo.
Ja, wir haben heute nur drei Sachen auf der Agenda, aber ich kann schon mal
teasern. Eine Sache wird wahrscheinlich ein bisschen umfangreicher sein.
Der Natur der Sache geschuldet, auch so ein bisschen.
Denn wir haben mal wieder ein großes Spiel mit dabei und ich bin wirklich sehr
gespannt, was Christina dazu erzählen wird.
Aber zuerst, damit die Reihenfolge gewahrt bleibt und wir uns nicht in Monologe
reinstürzen, sondern stehen in Abwechslung, ist wie immer bei uns im Podcast.
Fange ich einfach an, würde ich sagen, mit einem meiner Spiele.
Und zwar?
Ja.
Ja? Okay, gut. Ich habe das Go bekommen, dann legen wir einfach los.
Und zwar mit Thank You Bus Driver.
Thank You Bus Driver ist eine Arcade-Roguelite-Fahr-Simulation von Double Fine Action Labs.
Double Fine Action Labs ist ein Unterlabel von Double Fine, wo sie so ein bisschen
experimentellere, kleinere Spiele veröffentlichen, die eben nicht so einen großen
Scope haben und nicht so einen großen Vorlauf wie die sonstigen Spiele.
Und ich schätze mal, das ist vermutlich nur deswegen möglich,
weil sie es nicht mehr zu Microsoft gehören. Sie wurden ja quasi,
oder sagen wir es so, ihnen wurde die Möglichkeit gegeben, selbsttätig weiter zu agieren.
Also sie wurden nicht geschlossen, sondern sie wurden abgespalten,
aber sie dürfen weitermachen.
Und daraus resultiert zum Beispiel
auch, dass sie jetzt wieder mehr Amnesia-Fortnite-Sachen machen wollen.
Das waren ja so diese Double Fine internen Game Jams, wo dann irgendwie das
Publikum mitvoten durfte, welche dieser Spiele dann zu vollen Erfahrungen,
vollen Games ausgebaut wurden.
Zum Beispiel in der Vergangenheit war das, wenn ich das richtig erinnere,
Costume Quest zum Beispiel, das war auch ein Teil.
Von Nizia Fortnite. Und das wurde dann quasi ein richtiges Spiel.
Und zwei ja sogar, kamen ja zwei Teile von raus.
Wenn ich das falsche Erinnerungen habe, kommt ins Forum, forum.lostlevels.de und korrigiert
mich in dem Feedback-Thread zur aktuellen Folge.
Aber erstmal zu Thank You Bus Schreiber zurück.
Die Prämisse ist, man ist ein Busfahrer. Surprise, surprise.
In einem kleinen Ort, wo es so ein paar Sehenswürdigkeiten gibt.
Es gibt so einen Leuchtturm, es gibt so eine große Windmühle,
es gibt so ein Overlook, es gibt ein Camp.
Und diese Sehenswürdigkeiten...
Muss man eben mit dem Bus bedienen. Und das Ziel ist es, der beste Busfahrer
aller Zeiten zu werden. Und das misst sich daran, dass man die meisten Dankeschöns
von seinen Fahrgästen bekommt.
Und der aktuelle beste Busfahrer aller Zeiten, der auch eine Statue hat vor
dem Busdepot, hat 1500 Dankeschöns. Das heißt, das ist die magische Grenze,
die man überschreiten muss.
Und deswegen auch Roguelite, weil natürlich kann man innerhalb von einer Schicht
keine 1500 Dankeschöns erreichen, sondern über mehrere Schichten verteilt.
Und genau, da sammelt man die quasi zusammen.
Und wie bekommt man Dankeschöns, indem man zufriedene Fahrgäste hat?
Und wenn ein Fahrgast zufrieden ist, bekommt man mindestens ein Dankeschön.
Und das Besondere ist, dass der Fahrstil dabei völlig egal ist.
Also es ist egal, ob man sich in Regeln hält, ob man irgendwie über Rampen springt,
ob man irgendwo rein crasht. Die Hauptsache ist es.
Im Rahmen der Zeit, weil natürlich ist alles so ein bisschen getimt,
Und mit zufriedenen Fahrgästen bekommt man quasi noch ein bisschen mehr Zeit
jeweils auf sein Zeitpunktekonto.
Und man muss eben, bevor die Zeit abläuft, die jeweiligen Stationen anfahren.
Und wichtig ist dabei, dass die Gäste zufrieden sind, dass Regeln eingehalten werden.
Dann gibt es natürlich so normale Regeln, die auch so in anderen Bussen vielleicht
gelten. Oder zumindest so, das heißt also keine handfesten Regeln,
aber so Benimm-Geschichten, wie zum Beispiel nicht essen, nicht telefonieren
laut, solche Sachen. Das gibt es bei Thank You Bus Driver auch.
Aber es gibt auch ein paar wildere Regeln, zum Beispiel nicht stinky zu sein,
und sich nicht die Fußnägel zu schneiden im Bus. Das sind auch Regeln.
Oder nicht zu schlafen zum Beispiel. Das ist auch eine Regel, die noch dazu kommt.
Mit jedem Stopp, den man absolviert, oder alle zwei Stops kommen neue Regeln
dazu, die man beachten muss.
Oder die Fahrgäste beachten müssen. Und wenn sie dagegen verstoßen,
muss man eben eingreifen. Wie greift man ein, indem man sich zurücklehnt,
also zurückblickt und die mit seinem sehr langen Arm slappt die Fahrgäste zur Raison slappt.
Und im schlimmsten Fall kann man die Leute auch rauswerfen. Aber dann bekommt
man natürlich kein Thank you von denen, kein Dankeschön.
Aber wenn sie immer wieder gegen die Regeln verstoßen und die anderen Fahrgäste
so verärgern, ist es vielleicht besser in dem Moment.
Genau, und jede Tour hat maximal 15 Stops.
Und die maximalen Dankeschöns, die ich erreicht habe bisher, waren so bei 250.
Das liegt aber auch nur daran, weil man kann nämlich, auch da kommt das Roguelite-Ding
wieder rein, Man schaltet an bestimmten,
Punkten, also zum Beispiel bei so Grenzen wie insgesamt 200 Dankeschöns,
500, 56, wie auch immer, schaltet man Items frei, die man von einem Passagier
angeboten bekommt, der so alle zwei Stops einsteigt.
Zum Beispiel Handschuhe, damit man eben, also klassische Fingerless-Gloves,
damit man eben besser lenken kann, besser um die Kurven kommt oder irgendwie
so einen riesengroßen Thermobecher, dass man irgendwie schneller beschleunigen kann.
Oder man kann sich so pelzige Würfel irgendwie ans Dashboard hängen,
damit man dann vielleicht die Chance hat, dass bei manchen Gästen dann ein Dankeschön doppelt zählt.
Und so kommt man dann zum Beispiel eher eben auf die 250 Dankeschöns
Und, genau, wichtig ist halt, dass man im Spiel so ein bisschen die Shortcuts
lernt, weil natürlich kann man auch so, man kann die normalen Straßen fahren,
aber da wird man dann gerade später,
weil je weiter man kommt, je mehr Dankeschön man insgesamt sammelt,
desto geringer wird die Menge an Zeit, die man pro Stopp bekommen kann.
Also irgendwann bekommst du dann nur noch maximal 35 Sekunden pro Stopp.
Und wenn du halt dann irgendwie schon bei 5 Sekunden nur noch bist,
kann es halt eng werden, wenn du immer nur die Straßen entlang fährst.
Und dann musst du halt mal so quer durch die Hecke fahren.
So, das ist wichtig. Und natürlich die Leute nicht wild zu slappen,
weil natürlich, wenn du die Leute slappst und sie sind, die machen eigentlich
gar nichts, sind sie in der Stadion zufrieden. Und dann gibt es natürlich kein
Dankeschön. Soweit logisch, ne?
Leute ist eine krasse Definition des Wortes Leute. Bei diesem Spiel auch.
Das stimmt, das stimmt. Und also die Fahrgäste sind alles von lebenden Mikrowellen
mit Fischen drin, über Delfine bis zu Monstern, die in Mülltonnen wohnen,
bis hin zu so Bigfoot-Yeti-mäßigen Kreaturen, die sich liebend gerne die Fußnägel schneiden im Bus.
Und bis so Gartenzwerge, die dann Pizza essen auch im Bus und sowas.
Und ja, wie gesagt, das Leute ist ein Stretch.
Aber das macht auch so ein bisschen das Spiel aus, aber es ist auch so ein bisschen
ein Kritikpunkt, weil bei manchen von deinen Passagieren siehst du halt sehr
deutlich, was sie machen und gegen welche Regeln sie verstoßen.
Bei manchen aber auch nicht, weil natürlich, wenn du nach hinten guckst,
du siehst dann zum Beispiel, wenn irgendwelche kleineren Fahrgäste hinten sitzen
und vor ihnen ist ein größerer Fahrgast, dann siehst du vielleicht gar nicht, was sie machen.
Das ist halt nicht so optimiert irgendwie. Und teilweise sieht man auch nicht,
ob sie irgendwie schlafen oder essen.
Das ist manchmal so ein bisschen ambivalent, was ein bisschen schwierig ist
bei dem Spiel, was auch so in einigen Kritiken vorkommt bei Steam.
Das man halt nicht genau, also die Readability von den Charakteren ist einfach
nicht so gut. Aber das muss man auf jeden Fall sagen.
Und tatsächlich kommt man auch relativ weit, wenn man einfach trotzdem wild
durch die Gegend slappt. Also jede Person einmal unslappt auf der Fahrt und
dabei kurz nach hinten guckt.
Also man kann das auch schon ein bisschen gamen und auch gibt so ein paar Upgrades,
die natürlich auch irgendwie overpowered sind, wie dieser Beschleunigungsboost
zum Beispiel. Ist halt super wichtig, dass wenn man den früh bekommt,
dann ist es eigentlich schon garantiert, dass man eine gute Runde hat.
Und es ist aber trotzdem, also ich fand es richtig cool, weil es einfach total geil chaotisch ist.
Also wenn du so durch die Pampa abretterst und irgendwie so Kühe auf deiner
Windschutzscheibe landen, die dann so langsam runterrutschen,
du dann irgendwie durch Müll fährst. Das gibt übrigens auch so ein Item,
wenn du durch Müll fährst, dass du dann nochmal so einen Boost bekommst,
so einen Geschwindigkeitsboost.
Also Mülltonnen überall verteilst. Dann, wenn du nur ein anderes Auto ganz leicht
anditscht, fliegt das direkt irgendwie so 3000 Kilometer weit durch die Luft
und so. Das ist wirklich super, super, super amüsant.
Und gleichzeitig musst du aber auch dann immer wieder in den Rückspiegel gucken
und auch auf die Karte gucken. Wenn du die Karte aufmachst, dann fährst du quasi
ganz normal weiter und kannst auch lenken.
Aber du hast eben, du siehst natürlich nichts. Du hast die Karte quasi vor dem
Auge deines Charakters. Das ist ja quasi First-Person-Sicht.
Und deswegen wird es halt irgendwie sehr schnell sehr chaotisch.
Und eigentlich die besten Momente sind, wenn es halt wirklich so komplett drunter und drüber geht.
Und du halt gar nicht mehr weißt, was passiert. und du einfach dann auf die
Karte guckst, einmal nach hinten guckst, jemanden slappst, aber dann merkst
du, okay, ich fahre gerade mit einer Rampe und fliege hier gerade zwei Kilometer
durch die Luft so ungefähr. Das sind eigentlich die besten Momente in diesem Spiel.
Es ist nicht komplett poliert, klar. Aber ich finde, es hat einen sehr coolen
eigenständigen Look auf jeden Fall.
Ich glaube, in den Screenshots ist es nur schwarz-weiß, aber du kannst später
auch so Filter freischalten, so ein Gameboy-Filter mit so grünen Grün-Tönen,
monochromen Grün-Tönen, dann auch irgendwie so ein Rainbow-Filter.
Du kannst auch Nachtfahrten später freischalten oder so regnerische Tage und so.
Also da ist schon ein bisschen Varianz auf jeden Fall drin. Und ich fand auch,
der Loop ist kurz genug mit diesen 15 Stops, was halt maximal 15 Minuten wirklich
dauert, 10 Minuten maximal vielleicht sogar,
bis du die abgefahren bist.
Also der Loop ist kurz genug, um da irgendwie wirklich auch dran zu bleiben.
Und diese zwei Interaktionsebenen von Fahren und Slappen greifen noch richtig
gut ineinander, finde ich, auch wenn es natürlich, wie gesagt,
manchmal ein bisschen chaotischer ist, aber ich hatte auf jeden Fall Spaß damit
und habe, glaube ich, für die,
1500 Dankeschöns so zwei Stunden oder sowas gebraucht, also auch sehr kompakt
und überschaubar. Kann man mal zwischendurch spielen, wie gesagt,
runbasiert und ja, auf jeden Fall eine coole erste Veröffentlichung von diesem
Unterlabel und ich hoffe, da kommen noch ein paar mehr.
Siehst du, hier gibt es mehrere Bundles, in denen man sich das bei Steam kaufen
kann und das eine ist mit Töm 2, was natürlich,
Also weil beides irgendwie so diesen gezeichneten Schwarz-Weiß-Look hat,
aber es hat mich auch sehr an Thank Goodness You're Here erinnert.
Ja.
Ist das von den gleichen? Nee, ist von wem anders. Aber so eine Person,
die sieht da im Trailer, die sieht halt aus wie diese Person aus,
wie heißt das nochmal? Thank Goodness You're Here?
Ja.
Das Wurstspiel.
Und ich also ich finde Thank You Bus Driver hat richtig dolle,
wie Christina als Kind von der Schule nach Hause gekommen ist, Vibes,
weil unsere Schule war nicht direkt in der Stadt, sondern so ein bisschen,
es war die außerhalb Schule, also schon in der Stadt, aber nicht so richtig,
das heißt du musstest erstmal mit einem Shuttle von der Schule zum Hauptbahnhof und dann beten,
manche Busfahrer hatten so ein Gottkomplex.
Die haben darauf gewartet, dass sich hunderte Kinder in einer Reihe anstellen,
die es eilig haben, von der Schule wegzukommen.
Und die haben so lange nicht die Tür aufgemacht, bis das passiert ist.
Und dann gab es es war so alte Reisebusse waren das immer, die dann eine Dreiviertelstunde
lang jedes kleine Dorf angefahren haben.
Und da gab es dann auch Busfahrer, es war immer so eine Handvoll,
die so genau diesen Vibe hatten.
Wenn du irgendwie was falsch gemacht hast, dann hat er angehalten,
ist durch den ganzen Bus gegangen, hat dich vor allen anderen zur Sau gemacht
und ist dann erst weitergefahren und sowas.
Also genauso dieser Vibe einfach. Und ich finde die Prämisse von diesem Spiel
aber sehr gut. Ich habe letztens, ich weiß nicht, eine Nordreportage oder sowas
gesehen über Busfahrer in Hamburg.
Und da war dann einer, der war relativ jung, ich glaube sogar noch jünger als
wir. Und der ist dann immer nachts eine Strecke gefahren.
Die habe ich auch gesehen, ja. Richtig gut.
Und dann am Ende saß er mit seinen Kollegen, die auch alle so Ende 20 waren,
da beim Frühstück. Und dann haben die sich da irgendwas am Ende ihrer Schicht
reingezogen. Welche überlegten Brötchen. Dann haben sie sich über ihre Schichten unterhalten.
Und dann meinten alle, was sie sich wünschen würden, ist einfach, dass Leute Hallo sagen.
Dass Leute wahrnehmen, dass da ein Mensch ist, der diesen Bus fährt.
Und dass sie nicht einfach ignoriert oder noch schlimmer irgendwie beleidigt werden oder sowas.
Und ich bin heute extrem oft Bus oder lange und weit Bus gefahren, mehr als sonst.
Und da habe ich darüber nachgedacht, es gibt ja immer Leute,
die sich darüber aufregen, wenn Busse zu spät kommen.
Aber es gibt auch immer Leute, die noch 200 Meter laufen müssen und dann den
Bus aufhalten, weil sie den noch kriegen wollen, was bold ist in einer Großstadt,
wo Busse alle fünf Minuten fahren.
Und dann dachte ich, ja, und du musst dann als Busfahrer entscheiden,
was machst du, weil irgendwem vermisst du irgendwie den Tag und dann,
also es bedankt sich ja niemand so, es ist ja wie so eine U-Bahn, du steigst da aus und,
sagst nichts, weil das ist auch vielleicht irgendwie ein bisschen weird,
aber wenigstens so Hallo sagen und jetzt haben wir ein Spiel, wo es nur darum geht,
das ist irgendwie wholesome, finde ich.
Vielleicht ist das auch so ein bisschen so ein, um,
Teachable Moment.
Ja.
Also, weil ich habe die Doku eben auch gesehen, wie gesagt, und das fand ich
natürlich auch so ein bisschen bezeichnend.
Ich meine, gerade, es kommt immer darauf an, ich meine, mittlerweile ist es
ja, glaube ich, gängig, gerade in Großstädten einfach nicht mehr vorne einzusteigen,
weil natürlich die Leute auch hinten, die BusfahrerInnen auch hinten die Tür aufmachen.
Stimmt, stimmt, ja. Und natürlich, also, ich glaube, niemand verlangt,
dass man dann von hinten nach vorne hingeht, Moin sagt und sich dann wieder
hinsetzt irgendwo hinten.
Das ist, glaube ich, noch eine andere Sache. Wenn man eh vorne einsteigt,
ich meine, so ein Moin tut ja niemandem weh.
Ja, oder wenn du halt abends oder nachts oder ganz früh morgens fährst und es
ist keine einzige Person mit dir im Bus oder so zwei, dann kannst du,
wenn du hinten einsteigst oder,
an der zweiten Tür oder sowas, kurz so ein Hallo in die Richtung rufen. Das schadet niemandem.
Das stimmt, das stimmt.
Ja, vielleicht,
lernt ja auch ihr, wenn ihr Thank You Bus Driver spielt, was für ein schwieriger,
Job der Busfahrerinnen ist und dass man dann noch ein bisschen dankbarer sein
kann, dass man da von A nach B chauffiert wird, ohne selbst sich anstrengen zu müssen.
Ja.
Genau. Ja, bevor wir, hatte ich ganz vergessen, wollte ich am Anfang eigentlich
machen, bevor wir zu deinem Spiel kommen, noch ein, wir haben ein Feedback bekommen von einem Hörer.
Genau, über unser Feedback-Formular. Das gibt es nämlich auch auf lostlevels.de
bei den jeweiligen Episoden. Könnt ihr auch einfach da, über das Feedback-Formular,
euer Feedback hinterlassen. Und ich zitiere mal.
Hi, tolle Sendung mal wieder. Vielen Dank. Der Pile of Shame braucht einen neuen Namen.
Der Durchgespielt-Podcast hat ihn benannt Pile of Future Fun und ich finde das sehr toll.
Oh, das finde ich auch gut, ja.
Ja, an dieser Stelle Shoutout an den Durchgespielt-Podcast ist ein guter Name.
Pile of Future Fun, das stimmt.
Einfach ein bisschen positiver sehen.
Ja, und werden wir uns noch mal einen eigenen Namen dafür überlegen, für den Pile of Shame.
Habe ich die perfekte Überleitung, weil das Spiel, das du mitgebracht hast,
ist zwar noch überhaupt nicht alt, aber ich weiß jetzt schon,
dass es auf dem besagten Peil bei mir,
etwas länger noch liegen wird. Obwohl ich richtig Bock habe.
Ja, weil wer hat einfach Zeit?
Wer hat die Zeit, ist es so, ja.
Dabei. Es ist gar nicht mal lang. Also ich glaube so 20 Stunden für die Story,
50 mit allem drum und dran.
Okay, krass. Ich hätte das Doppelte gerechnet eigentlich.
Kannst mal sehen.
Ich auch.
Es geht um The Blood of Dawn Walker. Was ich jetzt, Vielleicht erinnern sich
Leute an unsere Vorschau-Folge auf deinem Sofa, wo ich das nicht aussprechen konnte.
Ich hatte also Dawn of Blood Walk, whatever, irgendwie so hieß das.
Jetzt, da diese Wörter eine Bedeutung für mich haben und ich weiß,
was diese Wörter heißen sollen, kann ich es mir auch merken.
The Blood of Dawn Walker.
Und dieser Dawn Walker ist Coen, das ist unser Protagonist, den spielen wir.
Und er lebt in einem Dorf in den Karpaten.
Es ist ein Gebirge heute, also größtenteils im heutigen Rumänien.
Und das Spiel spielt 1349 beziehungsweise 47.
Und in dem ganzen Tal, zu dem das Dorf gehört, herrscht Brances.
Und Brances ist ein Vampir, beziehungsweise die heißen Vrakiri im Spiel.
Und Francis tötet im Intro den vorherigen Herrscher und er setzt quasi eine
Tyrannei durch eine andere.
Und einmal im Monat am Sonntag müssen alle erwachsenen Menschen zur Messe.
So Vampire, die eine Messe halten, könnte man stutzig werden,
aber ich finde, also Blasphemie ist ein großer Teil dieser Welt,
dieser Weltgeschichte.
Und bei dieser Messe geben Menschen ein bisschen Blut, die werden so in die
Hand geritzt und dann tröpfelt ein bisschen Blut, also echt nicht viel, in so einen riesigen.
Topf, Kelch, was auch immer. und dafür trinken sie aber Vrakiri-Blut,
das sofort alle Wunden heilt.
Also eigentlich könnte man meinen, fair, vielleicht tut es kurz weh,
aber du bist danach sofort geheilt und du verlierst nicht ansatzweise genug
Blut, dass es irgendwie schwierig werden könnte.
Aber die Menschen wollen dieser Herrschaft trotzdem entkommen und es gibt eine
Gruppe Rebellen, die seit,
geraumer Zeit Silber, dessen Besitz seit der Machtübernahme natürlich verboten
ist, weil Vampire fürchten nur Silber und Sonnenlicht.
Die horten das und verstecken es und eines Abends schleichen die sich in die Silbermine.
Und die haben darauf gehofft, dass Coens Vater, der früher mal Teil des Militärs
war, dass er sie anführt, weil er eben diese Expertise hat.
Und Coens Vater lässt sich dann kleinreden, aus diversen Gründen dazu komme ich, gleich noch.
Und Coen kommt dann mit in diese Mine.
Die Vrakiri erfahren aber davon und Brancis und seine drei Lieutenants,
Generäle, wie man sie nennen will, persönlich gehen in diese Silbermine und
metzeln alle nieder, bis auf Coen.
Der wird direkt am Anfang, noch bevor der Kampf losgeht, von so einer Vampir-
Schockwelle umgehauen und fällt in Ohnmacht und.
Und Brancis, das ist der, den man im Intro und in den ganzen Trailern und sowas
sieht, also mega cooles Charakterdesign auch, der hat diese riesigen langen Fangzähne.
Und davon bricht er einen ab und rammt den in Coens Herz.
Und das ist, wie Leute zu Vampiren werden. Es ist nicht eben dieses Blut trinken,
das heilt sie sogar, sondern es ist eben dieser Zahn im Herzen.
Und dann wird Coen zum Vrakiri. So jedenfalls dachte sich Brancis das.
Und Cohen erhält tatsächlich übernatürliche Fähigkeiten. Er fällt in dieser
Mine in einen Schacht, aber alle seine gebrochenen Knochen richten sich sofort
wieder. Die Kobolde, die tief im Inneren der Höhle leben, haben keine Chance gegen ihn.
Und leider hat auch sein Freund Wladimir keine Chance.
Auf dem Weg zurück von dieser Höhle ins Dorf kommt man an einem brennenden Haus
vorbei und innen drin ist Wladimir gefangen.
Und drumherum stehen ein paar Soldaten.
Das sind nicht alles Frakiri, sondern auch einfach Menschen sind Teil dieser,
Armee, der Armee des Militärs.
Und Cohen will Wladimir dann helfen, tötet diese Soldaten und überredet ihn
dann rauszukommen, weil er als Vampir das Haus nicht betreten kann natürlich,
er muss erst eingeladen werden.
Und Wladimir weiß, was mit Cohen passiert ist und weigert sich die Tür zu öffnen,
als dann aber der Rauch und die Flammen, als das alles zu doll wird und zu gefährlich,
stolpert er dann doch aus dem Haus.
Aber zu dem Zeitpunkt sind Coens Blutreserven so niedrig,
dass während man noch im Dialog ist, alle Dialogoptionen verschwimmen und verblassen
und zittern und weggehen und Coen über seinen Freund herfällt.
Und das heißt, wenn man, also im Vampirstatus ist es so, deine Lebensanzeige
ist gleichzeitig, wie viel Blutreserven du quasi hast.
Und das ist in mehrere Teile eingeteilt, die man dann auch erweitern kann.
Und wenn du im allerletzten Teil bist, dann kann es sein, dass ein Dialog einfach
endet und du über diese Person herfällst und dich nicht kontrollieren kannst,
dass es mit seinem Freund passiert.
Und dann läuft Cohen halt ins Dorf, um seine Eltern und seine Geschwister zu
retten, vor allem die Mutter.
Die ist nämlich auch der Grund, wieso sein Vater sich dann letztendlich doch
den Rebellen angeschlossen hat, weil die Mutter ist seit Wochen,
Monaten so traumatisiert, dass sie weder sprechen noch essen kann.
Und wir haben als Cohen am Vormittag eine Kräutermischung von der freundlichen
Hexe am Fluss in der Nähe des Waldes geholt, damit sie wenigstens die Messe übersteht.
Denn wer bei der Messe für zu schwach befunden wird, muss dann sterben und wird komplett ausgeblutet.
Und es ist eine Terrorherrschaft, weil in dem Moment, wo wir zu dieser Messe
gehen, hängt über dem Altar eine Frau, die so links und rechts,
mit Seilen festgemacht ist und wie so ein Jesus ohne Kreuz da in der Luft hängt
und halt ausgeblutet wurde, weil sie,
einen Auftrag von dem Vampir hatte und dem nicht nachgekommen ist irgendwie.
So, und dann ist man in dem Dorf, hat festgestellt, die ganze Familie ist weg
und dann trifft Coen auf Brances.
Alle Menschen wurden entweder getötet oder halt in die Kathedrale in eine Hauptstadt
verschleppt und man kann diesen Kampf sogar gewinnen.
Und ich glaube, dann ist das Spiel auch einfach vorbei.
Kannst du noch irgendwie weitermachen, aber die Story ist dann quasi durch.
Ich habe den natürlich verloren und Brances versteht dann in dem Moment,
wo der Kampf verloren ist, dass Cone kein Vrakiri geworden ist,
aber er weiß nicht, was genau er sonst ist.
Und Cone versteht das, als er an einen Baum gefesselt wird, die Sonne aufgeht,
und er aber nicht stirbt.
Und da kommt dann eben dieser Begriff Dawnwalker her. Das ist Cone.
Er ist tagsüber Mensch und nachts ist er dann ein Vampir.
Mhm. Wie Blade.
Das kann sein, da könnte ich nichts zu sagen.
Mhm.
Also...
Die einzige, die dann noch in diesem Dorf zurückgeblieben ist,
ist eben diese freundliche Hexe.
Die befreit Cone und zeigt ihm, wie er Hexerei anwenden kann.
Die funktioniert auch mit so einer Blutmagie und weil er sein eigenes Blut dafür
verwenden muss, aber als Vampir alle Wunden sofort wieder heilen,
kann er diese Hexerei nur tagsüber verwenden.
Und Hexerei ist neben Schwert- und Vampirfähigkeiten die dritte Säule,
auf die sich der Kampf stützt.
Und nachts Vampirfähigkeiten, tagsüber Schwert und Hexen.
Und dann hat man die Wahl. Das ist so dann das Intro und dann hast du die Wahl.
In 30 Tagen wird deine Familie in der Kathedrale, in der Hauptstadt leer getrunken.
Und bis dahin musst du die Infrastruktur schwächen.
Es gibt zum Beispiel einen General von diesen dreien, der für die Blutreserven
zuständig ist. Die Blutreserven der Vrakiri.
Und dann kannst du Transporte stoppen, Gefangene aus Dungeons befreien,
wo Menschen systematisch ausgeblutet werden.
Oder du zerstörst Egelvorräte, mit denen das Blut für den Transport haltbar gemacht wird.
Ein weiterer General ist für die Rekrutierung von Soldaten zuständig.
Viele sind halt übergelaufen, auch aus Angst.
Einige wollen sich da beweisen und sehen irgendwie nur da eine Zukunft,
weil natürlich ist die Gegend auch...
Naja, es spielt 1349, also das Leben könnte leichter sein.
Und wenn du dich dann dieser Armee anschließt, da haben viele Hoffnung,
da einfach überleben zu können.
Andere werden aber auch erpresst oder anderweitig gezwungen, da teilzunehmen.
Und mit jeder erledigten Quest wird der jeweilige General, zu dem diese Quest
gehört, wütender, bis er Coen zu einem Duell herausfordert.
Es gibt aber auch Quests, dass zum Beispiel,
also es gibt irgendwie Gerüchte, dass in der Höhle da nebenan irgendein grausames
Monster ist und dann ist seine Quest, das Monster zu besiegen oder,
die Tochter des Schmieds ist irgendwie verschwunden, die wollte Beeren sammeln
gehen, jetzt ist sie seit einem Tag weg und dann musst du die finden und das
sind so kleine Geschichten nebenbei, die nichts mit dieser Infrastruktur,
mit diesen Vampiren zu tun haben.
So, und ich habe bisher erst ein General besiegt und schon vorher gab es eine
dazugehörige Quest, die dann halt Zeit kostet, dazu komme ich auch gleich noch. Ja.
Die einem aber hilft oder wo du zumindest anders an die Sache rangehen kannst.
Da möchte ich auf gar keinen Fall zu viel verraten, weil das ist eine der coolsten
Quests, die ich je in so einem Spiel gemacht habe. Ich fand,
es hat mega Spaß gemacht und es war so tragisch und so schön und grausam.
Und wenn du den dann aber besiegt hast, Ambrose war das in diesem Fall,
dann hatte ich die Wahl, trinke ich sein Blut oder töte ich ihn einfach?
Ich habe dann sein Blut getrunken und dann reist man mit ihm ins Limbo oder
ins Fegefeuer, in so eine Zwischenwelt, die nochmal einen eigenen Namen hat,
der mir jetzt entfallen ist.
Und dort hat man dann die Wahl, diesen General in sich aufzunehmen oder ihn
dort seinem Schicksal zu überlassen.
Was das alles konkret bedeutet, weiß ich nicht. Und selbst wenn ich es wüsste,
würde ich es jetzt nicht verraten.
Aber das ist so ein bisschen das, was das Spiel so spannend macht,
finde ich, dass du keine Ahnung hast, was das eigentlich alles bedeutet, was du da tust.
Man kann so ein bisschen was ableiten von Vampirgeschichten, die man kennt,
von anderen Spielen mit vielleicht ähnlichen Mechaniken oder Dilemma,
aber man weiß es einfach nicht. So.
Und der Kampf ist...
Ich habe mich ein bisschen schwer getan. Ich habe sowas wie Dark Souls erwartet.
Der Fokus ist aber noch viel mehr auf Parieren oder wenigstens Ausweichen.
Und du musst auf deine Ausdauer achten und dann Lücken suchen,
in denen man angreifen kann, was relativ schwierig ist, weil man oft gegen viele
Gegner gleichzeitig kämpft.
Und wenn man das so erzählt, klingt es immer noch wie Dark Souls,
aber es wirkt sehr viel behäbiger oder zumindest langsamer, weil eben auch die
Richtung, in die man blockt, wichtig ist und das Timing, damit aus einem Block
dann Gegenschlag werden kann.
Und man kommt da in so einen Rhythmus rein. Das hat bei mir ein bisschen gedauert
und es dauert auch weiterhin noch,
weil unterschiedliche Gegnerarten einen unterschiedlichen Rhythmus haben.
Also irgendwie so ein Wolf, der hat mich viel schneller angegriffen als irgendein
Soldat, bei dem ich auch sehen konnte, aus welcher Richtung sein Schwert kommt.
Das wird aber auch mit so einem kleinen Symbol oben angezeigt.
Und da habe ich dann gelernt, dass ich viel mehr Geduld und Ausdauer habe, als ich dachte.
Ich spiele das mit meinem Partner zusammen und der ist manchmal richtig wütend geworden.
Also so zur Einordnung, ich spiele und er bestimmt quasi die moralischen Entscheidungen.
Und ich war relativ entspannt und ich wusste, dass ich das irgendwann schaffe
und er hat die ganze Zeit das Spiel verflucht.
Und ich spiele auch gerade mit meiner Schwester A Way Out. Das ist ja uralt,
aber nach wie vor ein sehr gutes Spiel, muss ich sagen.
Und da ist das auch passiert. Ich lasse mir irgendwie Zeit, weil ich halt einen
Highscore schaffen will und sie wollte immer nur weiter.
Aber wie dem auch sei. Ich finde, in The Blood of Dawnwalker macht das Kämpfen
Spaß, vor allem, wenn man dann Fähigkeiten, die man sich nach und nach kaufen kann, kombiniert.
Das heißt, tagsüber zum Beispiel, ich habe auch so ein mega krasses Schwert
gefunden, weil ich so ein bisschen gecheased habe.
Das wird eigentlich von viel zu starken Gegnern bewacht.
Aber ich bin da einfach weggelaufen und dann so ein bisschen...
Naja, ich habe es mir gecheesst, ohne geglitscht zu haben.
Und Dark Souls-Style auch halt, ne?
Ja, dachte ich auch. Das ist so im Spirit des Spiels.
Fand ich.
Und dann haust du da drauf und blockst. Und mittlerweile habe ich eine Fähigkeit,
wenn ich blocke und das im richtigen
Moment mache, dann kriege ich sogar Ausdauer zurück ein bisschen.
Und dann haut man halt so hin und her und dann hast du einen Moment,
wo du schlagen kannst und dann ist die Ausdauer aber auch schon wieder knapp
und dann gehe ich so ein bisschen zurück,
und dann habe ich aber so eine Vampirfähigkeit, was quasi wie Gift wirkt,
und dann mache ich das aus der Ferne und dann ist auch gleichzeitig mein Charge
aufgeladen, dass ich dann so auf einen Gegner richtig zurenne und den so weg tacke
und dann werfe ich dem anderen parallel so Sand in die Augen und dann kann ich
dem noch so zwei Schläge reindrücken und dann gehe ich wieder zurück,
Ausdauer sammeln und so weiter.
Und das ist richtig befriedigend.
Aber das allergrößte Manko dieses Spiels ist.
Beim Kämpfen. Und das ist die Kamera. Die ist so beschissen einfach.
Du kannst keine Gegner anvisieren und manchmal, also er visiert die automatisch
an und dann gehst du auf diesen Gegner zu Und auf einmal geht die Kamera auf
einen anderen Gegner, der ganz woanders ist.
Und dann schlägst du einfach ins Leere. Und der Stick, das ist der rechte Stick,
mit dem du beim Blocken die Richtung des Blocks auswählst, das ist auch der,
mit dem du die Kamera so bewegst.
Das heißt, wenn du nicht perfekt das Timing drauf hast, bewegst du die Kamera
und dann guckst du auf einmal in den Himmel und siehst nicht mehr,
in welche Richtung du blocken musst.
Und es ist eine richtige Fummelei, es ist mega anstrengend, aber auch da,
ich finde, man gewöhnt sich so ein bisschen dran.
Und diese Fähigkeiten, die man da halt sammeln, bekommen kann,
die kosten schnell nicht nur Skillpoints, die man durch Quests bekommt oder
wenn man Level aufsteigt, sondern eben auch Zeit.
Und alles in diesem Spiel lässt die Zeit voranschreiten. Manches schneller, manches langsamer.
Man muss dann also planen, was will ich als Mensch machen, was als Vampir,
sprich was tagsüber und was nachts. Manche Sachen kannst du nur als Mensch oder als Vampir machen.
Es gibt Quests, die irgendwann ablaufen.
Also wenn du so in der Gegend rumtingelst und was anderes machst,
dann ist die Person, die da vor drei Tagen im Wald um Hilfe gerufen hat,
halt einfach nicht mehr am Leben.
Ergibt total Sinn, finde ich. Und da gab es aber viel Kritik,
die ich mir nur damit erklären kann, dass Menschen ein Witcher oder ein Vampire
haben wollten und jetzt enttäuscht sind.
Und das ist deren Problem. Also sind wir mal ehrlich.
Ich finde Blood of Dawnwalkers ein richtig, richtig gutes Spiel.
Das hat viel, gerade so im Vibe von Witcher, Skyrim und auch so ein bisschen Vampire.
Aber es hat eben doch auch deutlich was Eigenes.
Und bei diesem eigenen entwickeln sich beim Spielen immer mehr Fragen,
finde ich. Ich habe das eben schon angedeutet. Welche Konsequenzen hat es,
dass ich als Vampir Gegner aussauge?
Ich esse keine friedlichen Menschen, sondern halt nur Soldaten oder irgendwelche
Tiere, aber macht das überhaupt einen Unterschied?
Und ich benutze sehr großzügig Hexerei und ich braue meine Tränke und dann töte
ich Geister aus der Zwischenwelt, um irgendwelche Bannkreise in irgendeinem Sumpf zu aktivieren.
Hat das noch irgendwelche größeren Konsequenzen. Weil jedes Mal,
wenn sowas passiert oder auch wenn ich ein Buch lese, du findest überall Bücher
oder kannst die kaufen und damit werden dann neue Fähigkeiten freigeschaltet,
die du dann kaufen kannst.
Und jedes Mal, wenn ich ein Hexenbuch lese,
kriegt man so eine Art Flashback, eine Sekunde, wo dann ganz viele rote Bilder
auftauchen von Pentagrammen und Ritualen und Monstern.
Und alles daran erscheint mir
irgendwie unsicher, aber ich weiß eben noch nicht, was es bedeutet. Also.
Alles in mir weiß, wenn man so mit Vampiren oder mit Hexen und so Blutritualen
und sowas was macht, ist das nie gut.
Und das ist immer gefährlich. Und diese ganze Macht, die ich gerade kriege,
die muss noch einen Preis haben. Mehr als ich ritze mir kurz die Hand ein,
um jetzt einen Zauber zu machen.
Und ich weiß, da kommt was, aber ich weiß noch nicht was.
Und was ist auch mit den ganzen moralischen Konsequenzen? Also es scheint ja
offensichtlich zu sein, wer böse ist.
Erstens ist das so. Und zweitens ist das, wie ich das jetzt angehe,
die richtige Art und Weise. oder mache ich damit am Ende vielleicht doch mehr kaputt?
Weil irgendwie läuft diese Welt ja.
Ich stelle mir das so ein bisschen vor wie ein Game of Thrones,
wo die Drachenfrau dann die Sklaverei aufhebt. Obviously sind wir Anti-Sklaverei.
Aber die Konsequenz ist dann halt eine noch schlimmere Gesellschaft,
in der einfach alle Menschen dann willkürlich getötet werden. Passiert sowas dann?
Das ist die Frage, ja.
Und es wird auch...
Das muss sich direkt an das Are We The Baddies? Mimdenken. So.
Und es wird viel Geschichte auch nur angedeutet, also mit Wandmalereien, oh Gott,
mit Wandmalereien auf Felsen oder eben in Büchern, in Legenden,
die sich die Menschen erzählen oder wo ich dieses eine krasse Schwert gefunden habe.
Das waren Skelette und da waren Brieffragmente und so zerstörte Karren in einer
Schlucht unter einer zerstörten Brücke.
Und man kann nur erahnen, was da dann passiert ist.
Und ich finde, das macht die Welt spannend. Und ich persönlich finde es gut,
mich auf die Mechanik zu konzentrieren und eben den effizientesten Weg zu finden,
Francis und sein Reich zu zerstören, den besten Weg mit meiner Zeit umzugehen.
Aber ich finde es richtig, richtig gut und fabelhaft, wenn ich dabei durch eine
Welt laufe, die ich nicht verstehe und die aber voller Magie erscheint.
Ja.
Und so eine Sache auch, wo das Spiel,
irgendwie besonders und eigen ist. Ich habe ja am Anfang gesagt,
dass man die Wahl hat, die Familie zu retten.
Man kann natürlich auch einfach nichts tun und schauen, was nach 30 Tagen dann
passiert, weil das Spiel geht danach so oder so weiter, ob du die rettest oder
nicht. Du kannst nach diesen 30 Tagen auch weiterspielen.
Oder man nimmt ganz am Anfang der Welt, also das Dorf, in dem man startet,
das ist im Norden und du arbeitest dich dann nach Süden vor. Und so im...
Naja, noch nicht ganz im Süden, sondern so,
nach zwei Dritteln der Map ist dann die Hauptstadt und du kannst halt so drumherum
oder kannst auch sofort in die Hauptstadt, auch wenn da die Gegner ein bisschen
schwierig sind, aber du kannst halt alles mögliche erkunden.
Oder du gehst dann halt nach Westen, da ist auf der Karte nicht viel und du
kannst alle Sümpfe, Wälder, Dörfer, Höhlen ignorieren und dann halt so einen
kleinen Weg hin zu einem Tor nehmen.
Und dieses Tor bedeutet einen Weg aus dem Tal. Und man kann einfach gehen und
alles hinter sich lassen.
Kannst direkt an Tag 1, bevor das Spiel überhaupt angefangen hat, richtig?
Kannst du sagen, ja, it is what it is.
Ich gehe. Ich habe das nicht gemacht.
Auch weil ich ein bisschen Schiss habe, wenn ich es jetzt mache,
dass das dann irgendwie meinen Spielstand überschreibt oder sowas.
Ich will das dann, wenn ich es einmal durchgespielt habe, auf jeden Fall noch
machen. Dann spiele ich das Intro nochmal und danach gehe ich sofort.
Und auf dem Weg zu diesem Tor sind auch keine Gegner.
Ich überlege nochmal, nee, da waren keine Gegner. Da ist einfach nichts.
Auch nichts, was sich irgendwie zu erkunden lohnt jetzt groß.
Ja. Aber, ja. Und das finde ich toll.
Spannend auf jeden Fall, ja. Einfach mal Nein sagen. Einfach mal Nö sagen.
So ein bisschen in der Tradition von auch so, mir ist da direkt Far Cry 4 war
es, glaube ich, eingefallen,
was ja quasi in dieser Nepal nachempfundenen Region spielt.
War Far Cry 4 nicht das mit dem Crazy-Typen? Nee, das war 3, ne?
Das war 3, glaube ich. Far Cry 4 ist das, glaube ich, in der Berghirung Nummer
5, ist dann in den USA mit diesem Kult.
Und Far Cry 4 ist in der Bergregion. Und, also Spoiler, viele Leute,
die das noch nicht wissen, aber da gab es schon viele Artikel dazu.
Wenn du bei Far Cry 4, du startest ja wohl irgendwie in dem Anwesen von dem
Antagonisten, so, und wenn du da einfach wartest, 20 Minuten,
Dann geht das Spiel gar nicht los. Dann kommt er einfach zurück.
Dann erklärt er dir alles.
Das große Mysterium, was du während des Spiels irgendwie aufklärst,
dieser große Twist, erklärt dir einfach alles und das Spiel ist zu Ende.
Einfach weil du nichts gemacht hast. Einfach weil du gewartet hast und gechillt hast.
Und da muss ich direkt da denken jetzt bei der Variante.
Einfach nicht mit dem Spiel engagen. Also natürlich dann in dem Fall so weit
engagen, dass du halt dahin gehst zu diesem Tor. Aber halt nicht mit den Mechaniken
des Spiels engagen, sondern einfach so, ich gehe da jetzt hin und das war's. Ciao mit V.
Ja, ich finde das spannend, weil du wirst dann ja immer als Held inszeniert
irgendwie und begibst dich oder,
die Hauptfigur, der Charakter begibt sich freiwillig immer in die Rolle und
denkt, ich muss hier jetzt was machen,
damit die Welt eine bessere wird oder sowas.
Ich muss hier jetzt irgendwas lösen und wenn dann die Figur selbst einfach sagt,
nö, ich muss einen Scheiß, das finde ich erst,
ich finde es zumindest interessant, ich habe irgendwie das Gefühl,
da ist noch mehr was man dazu sagen oder denken könnte, aber ich habe jetzt
keine weiteren Implikationen, die mir dazu einfallen, aber es ist zumindest mal spannend.
Ja, weil es hat auch so eine,
Also, die Agency, die so einen Spielcharakter hat, die bekommt er ja durch uns, so.
Und die haben ja selber oft keine eigene Agency, weil sie ja eben als Spielcharakter
so hin müssen, dass man sie irgendwo auf ein Ziel hin steuert.
Das ist ja der Sinn und Zweck dieser ganzen Geschichte. Und ja,
also aus dem Blickwinkel auch halt spannend, dass halt einfach...
Man sich aktiv entscheiden kann, eben diese Agency, diese Heldenreise nicht
anzutreten, diese Agency eben,
zu verneinen und dadurch aber dem Charakter doch wieder auch eine Agency zu
geben, eine andere Entscheidung zu treffen, als das, was man eigentlich erwarten
würde bei so einem Spiel.
Ist ein bisschen kompliziert ausgedrückt vielleicht jetzt, aber weißt du,
was ich meine? Worauf ich hinaus will?
Ich glaube, ich weiß, was du meinst, ja. Ich kann es jetzt auch nicht besser ausdrücken.
Aber Ich finde es auf jeden Fall spannend, dass man so sagt,
also wenn man nicht engagen möchte mit dem Spiel, dann, oder mit der Prämisse,
nicht mit dem Spiel, sondern einfach mit der Idee, dass man irgendwie ein Held sein muss,
so, dann kann man diese Prämisse auch irgendwie verwerfen, im Kontext des Spiels, in Universe,
und hat dadurch keine Nachteile, außer das Spiel halt nicht gespielt zu haben,
so, aber finde ich spannend, finde ich eine spannende Idee auf jeden Fall.
Ich muss auch ganz viel an so Sachen wie, als du erzählt hast,
bei einigen Sachen musst du denken, ah okay, das ist Assassin's Creed,
so, du musst irgendwelche Bezirke schwächen, damit du dann irgendwie zum Schluss
den General eingreifen kannst oder eben auch Middle-Earth, Shadow of Mordor, Shadow of Mordor,
auch ganz klar daran irgendwie orientiert, natürlich dann auch The Witcher, logischerweise.
Ja, also gerade bei den Monstern, die man tötet, und auch das Silberding und
sowas und dass du, wenn du Vampir bist, zwischen Clown und Schwert wechseln kannst.
Auch so ein bisschen, ich glaube, es ist auch Assassin's Creed und lustigerweise
GTA oder zumindest Need for Speed, irgendwie sowas.
Je mehr du machst, was den Strich durch die Rechnung macht, desto höher wird
dein Infirmary Level. Ja.
Basically Wanted Level. Und wenn du da bestimmte Meilensteine erreichst,
dann erlässt Brands ein Dekret.
Bei mir sind jetzt einfach mehr Wachen unterwegs, die mich sofort angreifen,
wenn sie mich sehen. Wo ich mir denke, die sind nur auf Wegen unterwegs.
Weil ich kann hier quer durch die Botanik laufen.
Ja.
Durch die Wallachai. Ist das politically correct? Ist Wallachai ein tatsächlicher
Ort? Sagt man das? Sagt man das nicht?
Ich glaube, das ist eine Region, die Wallachai, ja.
Also, ich kann auch Pampa sagen.
Ja.
Also, nicht, dass das für irgendwen so ein herablassender Begriff ist.
Ich finde, das ist einfach, beschreibt es sehr gut. Und es ist schön,
durch die Wallachai oder durch die Pampa zu gehen.
Naja, auf jeden Fall kann man das...
Durch die Tundra, ja.
Oder Taiga. Ist es eher Tundra oder Taiga? Wahrscheinlich kann es von beiden. Ja.
Bin ich mir nicht sicher. Ich konnte dir nicht mal sagen, was wo kommt.
Also es ist schon viel zu lange her.
Auf jeden Fall, wo wir schon bei dem Thema sind, das Spiel und die Welt ist wunderschön.
Es ist manchmal so Schneebedeck und manchmal kannst du dann so über Wälder sehen,
manchmal läufst du dann so einen kleinen Bach entlang und es gibt ein.
Verfluchtes Kloster, wo du mit dieser friedlichen Hexe dann hinkommst und es
ist einfach schön und es ist so eine
Welt, ich will mehr von dieser Welt erfahren und das ist so das Beste.
Das Spiel kann noch so viele kleinere Fehler haben. Wenn ich mehr von der Welt
erfahren will, hat es eigentlich schon gewonnen.
Plus, um jetzt wieder bei banalen Dingen anzukommen.
Voll viele Leute in diesem Spiel sind mega hot. Also,
Coen ist ein Hottie, dann Leute, die er trifft, der Anführer der Rebellen ist
hot, diese Hexe ist es, selbst Brances auf seine Art und Weise,
der hat dieses Bösewicht-Charisma einfach,
diese niemand kann mich besiegen und ich weiß es, Aura, und das ist so,
das ist einfach extrem gutaussehende und irgendwie charismatische Leute.
Ich habe auch den Anführer der Rebellen, der hat einmal uns in eine Falle gelockt
und dann haben wir eben gesagt, hey, wir wollen dir helfen.
Und er so, du bist ein Vampir, wieso soll ich dir irgendwas glauben,
selbst wenn du keiner wärst?
Und da dachte ich, das ist doch mal ein sinnvolles Verhalten eines Charakters, nicht so,
hey, willkommen, hier ist unsere Base, hier sind alle unsere Sachen,
nutz alle unsere Händler, hier haben wir drei Quests für dich,
sondern es ist so ein nee, du musst dich jetzt erst beweisen und dann überlegen
wir, ob wir dich dazu lassen,
aber die spielen jetzt einfach überhaupt gar keine Rolle.
Also ich habe mich zwar entschieden für die Rebellen, aber die sehe ich nicht
für mich. Das finde ich toll.
Je mehr ich von diesem Spiel erzähle, desto besser finde ich es wieder.
Das hat einfach so einen tollen Vibe.
Das ist genau so ein Spiel, was ich jetzt so im Herbst gebraucht habe.
Auch wenn es 70 Euro kostet, aber wir haben uns das geteilt in diesem Haushalt,
weil ich habe überlegt, ob ich mir das oder Valor Mortis hole, was nur 40 kostet.
Und dann hat mein Partner, der ja diese moralischen Entscheidungen scheinbar
trifft in unserem Haushalt, sich für Blood of Dawn Walker entschieden.
Das war quasi auch eine moralische Entscheidung, Blood of Dawnwalker zu nehmen. Ja, verstehe.
Ja, spannend, dass dann Blood of Dawnwalker gegen ein klassischeres Souls-like gewonnen hat.
Ja.
Du, ich werde beide noch spielen. Ich habe einfach richtig Bock auf beide.
Jetzt werde ich erstmal Blood of Dawnwalker weiterspielen und ich will eigentlich
auch jetzt irgendwie im November, wenn ich vielleicht noch ein bisschen mehr
gespielt habe und eine zündende Idee hatte, in meinem Newsletter darüber schreiben.
Ich habe auch genug andere Ideen, aber irgendwie ist da was in dem Spiel,
was ich nicht ganz greifen kann. Weißt du, ich habe so ganz viele Fragen, und,
Also auch, wie Hexerei dargestellt wird und wie es funktioniert und weiß ich nicht.
Irgendwie, es hat ganz viele Sachen, wo ich mir denke, da lohnt es sich noch
mehr drüber nachzudenken, ohne dass ich jetzt ad hoc schlauen Gedanken dazu hätte.
Ja.
Ja. Das ist so ein bisschen Elden Ring-Vibe auch.
Ja, wenn ihr erfahren wollt, was du dann quasi, was Christina oder falls Christina
es aufgreift in ihrem Newsletter,
dann finden die natürlich den Link dazu in den Shownotes, wo ihr dann abonnieren
könnt und dann könnt ihr noch mehr Insights in Blood of Dawnwalker bekommen.
Ich habe auf jeden Fall jetzt die Insight bekommen, dass ich es vielleicht doch
ein bisschen weiter nach oben schieben muss auf meiner Wishlist, gerade wenn es dann doch,
im Vergleich mit so anderen quasi Semi-Open-World-Rollenspielen,
der doch relativ kurz ist.
Gerade verglichen mit jetzt The Witcher 3, wo man ja irgendwie,
wenn man beide Erweiterungen spielt,
naja, so 150 Stunden sicher reinstecken in das Spiel. Was sich ja heutzutage
niemand mehr leisten kann. Let's be real.
Ja. Wie heißt das erste Gebiet in Witcher 3 wählen?
Ja, ich glaube.
Also, ich habe jetzt seit zehn Jahren kein Witcher 3 mehr gespielt.
Aber ich meine, dass Velen quasi ungefähr die gleiche Größe hat wie die gesamte
Map von Blood of Dawnwalker.
Es sei denn, da kommt jetzt noch irgendein Twist und ich kann noch eine komplett
andere Map spielen. Who knows? Alles ist möglich.
Aber bisher habe ich das Gefühl,
das Spiel ist sehr direkt und ehrlich zu mir als Spielerin.
Das zeigt mir genau, was ich machen kann und dann stelle ich mir natürlich noch
Fragen, die auf Story-Ebene noch nicht beantwortet sind, aber so auf einer,
mechanischen Ebene oder auf so einer, hey, da kommt noch eine zweite große Map,
das Spiel fängt dann erst richtig an.
Ich glaube, sowas passiert da nicht. Das ist das Spiel Zu ehrlich.
Ja, ich wollte auch ehrlich sagen und dann dachte ich, vielleicht ist das ein
bisschen zu viel Praise, aber,
Praise be where praise is due. Wie heißt das?
Ehre, wem Ehre gebührt oder sowas in die Richtung.
Ja.
So, in die Richtung gedacht.
Ja. Ja, es ist einfach ein richtig gutes so Dark-Fantasy-Spiel.
Ja.
Ja, sehr schön.
Bist du erschöpft jetzt vor lauter.
Das ist quasi die Last des Berichtens von dir abgefallen.
Du, ich habe lange überlegt wie ich das sinnvoll erzählen kann was ich da alles
erlebt habe und dass ich bloß nichts vergesse und sowas.
Das ist ja tolles Spiel Wenn doch noch ein Take Down kommen sollte,
weil das Spiel doch unehrlich wird,
dann ja, bringst du das nochmal mit ins Forum oder ja im Newsletter Im.
Forum werde ich dann empört berichten.
Ja, sehr gut,
Ja, kommen wir zu meinem zweiten Spiel. Und zwar Penguin Colony.
Penguin Colony würde ich, ich würde dafür den neuen Begriff der Varchal Sim etablieren wollen.
Weil es ist eine Walking Sim, aber man spielt einen Pinguin oder mehrere Pinguine.
Und es wurde entwickelt von Ori Game Digital. Das ist das Studio hinter Umurangi
Generation, was für mich ja immer noch das beste Fotospiel aller Zeiten ist.
Auch hier gilt natürlich, wer anderer Meinung ist, hat zwar Unrecht,
kann sie aber trotzdem äußern im Forum, im Feedback-Thread.
Genau, und dieses Mal ganz, ganz, ganz andere Prämisse.
Und zwar ist es inspiriert von HP Lovecraft.
Mal wieder, aber ist tatsächlich, ja,
aber immerhin in der Tradition der Umdeutung von Lovecraft statt irgendwie der
Nacherzählung und irgendwie so Dinge zu nutzen,
so eins zu eins, wie sie von Lovecraft auch gedacht waren, was ja 99,9 Prozent
aller Spiele, die Lovecraftian sind, irgendwie nutzen.
Also entweder sie engagen gar nicht damit und bedienen sich nur der Ikonografie,
so, oder sie challengen das aus meiner Sicht kaum, was da irgendwie,
was Lovecraft so von sich gegeben hat.
Und es basiert, also es ist keine direkte Nacherzählung, sondern es basiert
auf Ideen aus Berge des Wahnsinns und Schatten aus der Zeit.
Also zwei von Lovecrafts Erzählungen.
Und spielt 1939 in der Antarktis und verfolgt quasi so ein bisschen zwei Expeditionen.
Zum einen hat man eine Nazi-Expedition, wo auch noch sich US-Wissenschaftler
angeschlossen haben, die mit dem Reich sympathisieren.
Ist ja jetzt auch kein, also, ist ja jetzt nicht, schließt sich ja nicht aus, sagen wir so.
Schloss sich ja damals sicherlich auch nicht aus. Es gab ja auch in den USA
tatsächlich genug Leute, die Adolf Hitler nicht ganz so schlecht fanden.
Und eben eine Gruppe, eine weiteres kleinere Gruppe aus indigenen Menschen aus,
Aotearoa slash Neuseeland, die beide eben unterschiedliche Ziele verfolgen in diesen Expeditionen.
Und zwar, die Nazis wollen dort die Überreste einer alten, uralten Rasse finden.
Und sich deren Wissen aneignen, um halt irgendwie die Welt zu beherrschen,
und zu kolonisieren auch. Und die indigene Gruppe möchte diese Überbleibschel
dieser alten Rasse eben,
also töten kann man die nicht, weil natürlich die auch so aus diesem Kosmos
der Old Ones kommen, aber sie wieder halt für 100 Jahre in den Schlaf zu versetzen.
Das ist eben die Aufgabe dieser Gruppe.
Und man selber ist eben kein Mitglied dieser Expedition, sondern man ist ein
Pinguin, wie schon gesagt. Das heißt, man startet so.
Stimmt.
Ja, ganz logisch. Man startet dann eben in so einem kleinen Pinguin-Huddle auf so einer Eisscholle.
Dann wacht man so auf und kann ein bisschen rumwatscheln. Man kann so sliden auf dem Bauch auch.
Man kann dann springen und sich auch so drehen, das ist so ein bisschen Tony
Hawk mäßig fast schon, also du kannst dann halt,
der Sprungbutton wenn du halt, wenn du slidest, ist der Sprungbutton kannst
du ihn halt aufladen so und wenn du zum richtigen Zeitpunkt loslässt,
springt du halt besonders hoch und dann kannst du dich drehen und wenn du richtig
auf dem Bauch landest, dann bekommst du so einen kleinen Geschwindigkeitsboost so und das sind halt so,
die Hauptverben das Spiel tatsächlich auch, also laufen sliden,
du kannst auch so squawken also so wie so ein Pinguin-Schrei,
ausführen,
aber auch direkte Kritik das geht nicht immer, wenn man den Button drückt also
ich weiß nicht warum, aber.
Wenn ich die Möglichkeit habe, einen Pinguin zum Schreien zu bringen durch einen
Button und ich drücke den Button und der schreit nicht, das ist schon mal ein
Minuspunkt, muss ich sagen.
Also da muss man schon so konsequent sein. Theoretisch kann man sich in dieser
Welt völlig frei bewegen.
Wenn man so ein bisschen losläuft, dann fängt man im Hintergrund ein Erzähler an,
so ein bisschen was über die Expedition zu erzählen, wie er sich fühlt,
das so ein bisschen, also wie so typisch Lovecraft-mäßig eben aus der Ich-Perspektive
geschrieben von so einem Überlebenden von so einer von irgendeinem.
Besonders traumatischen Erlebnis in der Begegnung mit den großen Alten und so,
da gibt es ja ganz viele von diesen Ich-Erzählern in den Lovecraft-Geschichten,
der ist aber auch, also was er so erzählt ist eben, wie gesagt,
nur angelehnt an die Geschichten sondern ist halt eigentlich eher fiktiv und
hat immer so ein bisschen mit der Umgebung zu tun also wenn man dann zum Beispiel an so einer alten,
Walfangstation vorbeiläuft und erzählt da von dieser Walfangstation oder wenn
man irgendwie weit aufs leere Eis rausgeht, erzählt da irgendwie davon,
wie da irgendwie Leute verschollen gegangen sind und nie wieder aufgetaucht
sind aus der Expedition, solche Sachen.
Und damit man sich aber nicht ganz verläuft, kann man quasi so einen Button
drücken, der dann immer die Krammer in die Richtung dreht, wo der nächste wichtige
Interaktionspunkt ist, damit die Geschichte weitergeht, weil das auch in sieben
Kapitel unterteilt ist, das Spiel.
Und genau, dass man irgendwie weiß, okay, man kann natürlich frei exploren,
man kann auch, man möchte die ganze Zeit nur irgendwie Sachen runtersliden und
springen und so, obwohl es irgendwie, es gibt keine Punkte oder sowas,
aber nur für die persönliche Satisfaction, aber man kann eben auch da irgendwie entlanglaufen,
und man folgt dann eben grob dieser Nazi-Expedition irgendwie,
wie sie immer weiter in die Tiefen,
diese antarktischen Höhlen, dieser Berge eindringt und immer weiter in diese,
diese uralten Bauten und,
Millionen Jahre alten Städte unter dem Eis irgendwie eindringt und dann natürlich
alle auch irgendwie wahnsinnig werden und dann irgendwie.
Direkt irgendwie ihnen Tentakel raussprießen, ihnen die Köpfe platzen,
irgendwie Blut aus den Augen läuft, alles natürlich so ein bisschen ja,
genau alles natürlich so ein bisschen in so PSX-Optik also nicht ganz so grafisch,
sondern eher halt stilisiert so,
Deswegen nicht ganz Impactful, aber nicht ganz so krass Impactful.
Story-mäßig Mehr würde ich eigentlich auch gar nicht spoilern wollen Tatsächlich,
Ich habe halt spielerisch da so ein paar Fragezeichen gehabt Bei dem Spiel, weil,
Man kann die Pinguine wechseln Das heißt, wenn man neben einem Pinguin steht
Und neben einem anderen, dann kann man auch wieder reinspringen in einen anderen
Pinguin Und die haben unterschiedliche Fähigkeiten, also ein Pinguin springt
zum Beispiel höher ein anderer ist irgendwie schwerer und kann da irgendwelche
Mechanismen aktivieren. Aber honestly,
Den einzigen Pinguin, den man braucht wirklich, ist der, der so kleine süße
Fransen hinten hat, so gerbe Fransen, weil der nämlich steile Flächen hochklettern
kann, oder besser als die anderen Pinguine,
und höher springen kann.
Und die anderen, also ich habe einmal zwangsweise einen anderen Pinguin gebraucht,
so einen Baby-Pinguin, weil der
klein genug war, um unter so einem Ding durchzusliden, unter einem Zaun.
Aber ansonsten habe ich immer diesen Pinguin genutzt und hatte irgendwie keinen
Anlass, einen anderen Pinguin zu benutzen.
Deswegen frage ich mich, okay, warum gibt es hier so unterschiedliche Pinguine überhaupt?
Das Platforming ist teilweise.
Wirklich, wir wirken wirklich aggressiv dabei, wenn man manchmal,
oder ich bin wirklich aggressiv dabei geworden, weil das teilweise so janky ist und,
teilweise nicht ersichtlich ist, warum man zum Beispiel auf einen Absatz hochkommt,
auf den anderen irgendwie nicht.
Das ist dann wirklich so ein arbiträr, weiß ich nicht, vielleicht zwei Pixel
Unterschied und das dann irgendwie durch Trial and Error rausfinden zu müssen,
finde ich auch so ein bisschen nervig, so.
Weil es halt schon auch verschiedene Wege gibt, wie man zum Ziel kommt und man
sich gerade in den Höhlen im zweiten Kapitel kommt man so als erstes in die
Höhlen rein, sich sehr gut und gern verlaufen kann und das war so ein bisschen
frustrierend teilweise es gibt äh,
einen Bosskampf in dem Spiel oder noch eher so ein Mr. X-Moment aus Resident Evil in diesem Spiel.
Ja. Resident Evil 2, dass der so hinterherläuft?
Oder wie Nemesis in Resident Evil 3?
Quasi. Also man muss flüchten vor etwas.
Hated.
Und ja, das hat auch für mich so gar nichts beigetragen zu dem Spiel.
Also ich weiß nicht, also Morangi Generation hatte alles so, was man gemacht hat,
hatte irgendwie In-Universe einen Sinn, weil man da ja irgendwie so dokumentarisch
tätig war als Fotojournalistin und halt irgendwie auch so Proteste fotografisch
festgehalten hat und irgendwie auch festgehalten hat, wie dann irgendwie so
eine Besatzungsmacht sich irgendwie über die,
Kultur legt, die in dem besetzten Gebiet irgendwie existiert.
So und das hatte in Universe und auch spielerisch eben Hand und Fuß,
weil das ist halt ein Fotospiel gewesen, du hast deine Fotobounties und es hat
aber auch Sinn gegeben, so im Spiel selber, okay, man hat eben diese Rolle im
Spiel, so in dem Universum im Spiel selbst,
Und das fehlt so ein bisschen bei Penguin Colony irgendwie. Das fand ich ein
bisschen schade, ehrlich gesagt.
Und natürlich gibt es auch einen Elefanten im Raum bei diesem Spiel,
wo wir vorher darüber gesprochen hatten, ob ich das überhaupt mitbringe, das Spiel.
Weil der Entwickler Neftali Frockner übt tatsächlich sehr drastische Kritik
an Israel und der Besatzung,
wie die Palästinenser in den besetzten Gebieten auch behandelt werden.
Also in der Westbank und in den Gazastreifen.
Und es gibt auch die Endcard des Spiels, ist so ein bisschen so ein Callout
in die Spieleindustrie, dass da zu wenig.
Stance getakt wird. Wie sagt man es auf Deutsch?
Haltung gezeigt wird einfach.
Genau, dass zu wenig Haltung gezeigt wird. Er nennt auch das Vorgehen,
also eher nennt es ein Genozid tatsächlich, auf dieser Endcard auch.
Auch das natürlich ist ein streitbarer Begriff, ist natürlich auch nicht von
der geklärt, weil es ist ein juristischer Begriff. Und das zu klären ist halt
Aufgabe des Internationalen Gerichtshofs dann und eigentlich nicht von irgendwelchen
Leuten im Internet, die da rumkommentieren.
Wenn man es zumindest so ganz genau nehmen möchte. und zieht auch ganz viel
so Parallelen zu europäischer Kolonisierung.
Das ist ja auch so ein bisschen das Thema, was diese Nazi-Expedition eben möchte.
Die möchte ja quasi ihr Reich ausweiten,
die möchte irgendwie diesen Kolonisierungsgedanken weitertragen und,
Man bekommt auch immer noch so ein bisschen mit von dieser indigenen Gruppe,
die dann eben auch sagt, ja, diesmal haben wir sozusagen,
es ist doch ein bisschen Spoiler vielleicht, aber da geht es dann eben auch
darum, wie man das vielleicht in Zukunft verhindern kann, so ungefähr,
ohne jetzt zu viel spoilern zu wollen. Und.
Es ist natürlich eine streitbare Position, das kann man auf jeden Fall sagen.
Also man muss da, glaube ich, nicht mit agreeen, mit dieser Sichtweise.
Es werden natürlich aus solchen Sachen ausgelassen. Also ich möchte die Diskussion
im Podcast gar nicht so breit treten, weil wir ja auch nicht so die,
also wir sind keine NahostwissenschaftlerInnen, wir beide so.
Aber ich glaube, das muss man in dem Kontext auf jeden Fall ansprechen.
Und man muss aber auch ansprechen gleichzeitig, dass eben Naftali Faulkner selbst Maori ist.
Also er ist selber ein indigener Neuseeländer, der natürlich mit diesem Kontext,
dass eben Großbritannien, Neuseeland kolonisiert hat, auch noch eine andere Sicht auf die Dinge hat.
Das darf man da nicht außen vor lassen. Das muss man eben auch,
finde ich persönlich, immer noch zugestehen als weißer,
Mitteleuropäer, sozusagen, der bei allen Kolonisierungsvorhaben dieser Welt,
meistens die handelnde Person war und nicht die Receiving-Person.
Deswegen darf man die Sichtweise auf jeden Fall, das gehört da auch mit rein,
finde ich. Und wie gesagt, man muss.
Dieser Auffassung nicht zustimmen. Aber was ich prinzipiell gut finde,
das hatte ich auch schon bei Blue Sky geteilt, ist, dass es natürlich wieder
auch so ganz Elfenbeinturm-mäßig ist, aber...
Wenn man mit Kunst interagiert, dann ist es meiner Ansicht nach wichtiger,
dass diese Kunst einen zum Nachdenken anregt und nicht, dass man diese Kunst
zwangsweise gut finden muss.
So, dass man halt sagt, es ist letzten Endes, keine Ahnung, ganz banal, wenn ich sage, ja,
ich finde, weiß ich nicht, was Van Gogh gemacht hat, finde ich irgendwie,
so rein objektiv ist das irgendwie so Kritzelei, kann damit nichts anfangen
oder Dali oder sonst irgendwas.
Aber ich verstehe, dass da eine Aussage dahinter steckt und ich verstehe,
dass da irgendwie Gedanken reingeflossen sind und dass irgendwie in einem Kontext
entstanden ist, das Werk,
und vielleicht eine Aussage haben möchte, auch wenn es vielleicht subjektiv
in meinen Augen scheiße aussieht, so ungefähr.
Also man muss solche Sachen nicht persönlich gut finden. Man kann sie persönlich
auch schlecht finden, aber ich finde, es ist sehr viel wert,
dass gerade auch in der Spieleindustrie die...
Die sich oft tatsächlich,
mit so einer apolitischen Haltung irgendwie schmückt, dass da auch mal Statements
rausgehauen werden, wo man vielleicht nicht zustimmt, aber es sind zumindest
halt Statements. Es ist eine Haltung.
Und das ist halt, finde ich, viel wert. Egal, ob man jetzt sagt,
das gefällt mir oder das gefällt mir nicht.
Ich finde, das muss man anerkennen, dass es Spiele gibt, die solche Statements eben,
einfach rausballern und auch so ein bisschen so eine I don't give a fuck Attitude
haben, was dann damit passiert, sondern einfach so für ihre persönliche Haltung einstehen.
Ja, ich gehe da total mit. Also ist es okay, wenn ich den Satz kurz vorlese,
der da in der Endkarte ist?
Ja, klar, lies vor. Da wurde eh schon glaube ich, tausendmal geteilt auf Blue
Sky und in sozialen Netzwerken. Also ja, go for it.
Also sprich,
Eure Feigheit wird sich in der Kunst, die ihr macht, widerspiegeln.
Und ich habe das gelesen und dachte so, ja, selbstverständlich ist das so.
Und ich gehe da total mit, was du sagst. Ich finde, es gibt erstens nicht genug
Haltung bei so Sachen. Vieles will einfach zu gefällig sein.
Und so ein bisschen kann ich das verstehen, wenn man Geld damit verdienen muss,
dass man irgendwie nicht anecken möchte.
Aber gerade wenn so ein Spiel Selbstausdruck ist und man halt die Möglichkeit
hat, seine Haltung irgendwie kundzutun oder irgendwie zu verpacken,
dann finde ich das wichtig.
Und auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, je älter ich werde,
desto mehr wird es zu meinem Lebensmittelpunkt.
Einfach diese Medienkompetenz in mir selbst und im Idealfall auch bei anderen
irgendwie voranzutreiben, dass man das verstehen kann.
Dass man sich dann eine Meinung dazu bilden kann, dass man in der Lage ist,
so ein Statement zu lesen und irgendwie einen Mehrwert darin zu finden oder,
dazu zu stimmen, selbst wenn es nicht 100% ist oder irgendwie halt so Produkte
oder Kunst lesen zu können.
Und genau das, was du gesagt hast, dass man dann halt nachdenken kann darüber,
dass man überhaupt in der Lage ist, auf Fragen zu kommen selbstständig,
wenn man ein Bild gesehen hat oder ein Spiel gespielt hat, dass man in der Lage
ist, weiter darüber nachzudenken.
Und mein zweiter Gedanke bei diesem Statement im Spiel war so ein bisschen, ja, was denn genau?
Also was ist denn da die Forderung? Das ist ein Vorwurf...
Und ich gehe damit, dass das einfach so faktisch die Wahrheit ist,
wenn man halt sich irgendwie duckt und so gefällige Sachen macht,
in denen man kein Risiko eingeht,
dass das nicht gut altern wird und dass es auch einfach nicht Kunst ist und
keinen Spaß macht und nicht sinnvoll ist vielleicht auch.
Aber was genau ist denn dann die Forderung oder was soll denn dann die Konsequenz sein und.
Ich finde es,
also wie du schon gesagt hast da ist er dann als indigener Mensch nochmal in
einer ganz anderen Position ich habe letztens erst mit einer sehr guten Freundin,
über Australien auch gesprochen weil Danke.
Australien fing als Strafkolonie an. Das wurde ja in Grund und Boden kolonialisiert
und innerhalb kürzester Zeit wurde die indigene Bevölkerung auf einen Bruchteil reduziert.
So ein reduziert ist natürlich das Euphemismus des Tages wieder.
Und in Deutschland und also sie meinte in Australien findet halt kaum eine Aufarbeitung
statt wenn du da durch die Gegend läufst, dann gibt es immer noch die Queen
Victoria Street oder was auch immer,
aber es findet halt keine Aufarbeitung damit statt und in Deutschland ja aber genauso wenig also das.
Dass es ein Völkermord war an den Herero Namar das ist ja äh also es steht ja
fest, das ist ja einfach so Aber davon weiß ja irgendwie niemand hier.
Und in Hamburg gibt es das Mark, das Museum, das beschäftigt sich sehr ausführlich
auch mit seiner eigenen kolonialen Geschichte und wie es halt diese Themen aufbereitet.
Und die machen da sehr gute Sachen, auch viele Angebote. Aber selbst als Hamburger
weißt du manchmal einfach überhaupt nicht, dass es sowas gibt,
weil es viel zu wenig präsent ist.
Und jetzt ist ja auch wieder Thanksgiving-Zeit in den USA, exakt das gleiche Thema.
Und deswegen finde ich, ist es total wichtig, solche Spiele wie Penguin Colony zu haben.
Wobei ich es absolut wild finde, dann noch Lovecraft da mit reinzubringen.
Und ich kann das so ein bisschen verstehen, weil es sich einfach bei so Arktik-Sachen sehr gut anbietet.
Und die Arktis fühlt sich neutral an, wie ein neutraler Kontinent.
Da leben natürlich auch Menschen, also weniger als auf den anderen, aber,
und trotzdem wurde dieser Kontinent ja so in Kolonialismus- Kontexten ausgebeutet
und die Menschen, die da leben und die Tiere und,
Es fühlt sich aber irgendwie neutral an und das ist, glaube ich, dann so ein...
Ort, an dem du über die Dinge reden kannst, ohne dass du jemandem explizit Vorwürfe
machst oder implizit, ohne dass sich jemand angegriffen fühlen könnte.
Und deswegen glaube ich, ist Arktis oder Antarktis, Antarktis ist das hier,
ne? Das ist im Süden, die Antarktis.
Das ist das mit den Pinguinen, ja, okay, makes sense.
Genau, das ist anders mit den Eisbären.
Genau. Und da ergibt es halt Sinn, sich mit einem Kolonialismus-Thema auseinanderzusetzen
und gleichzeitig halt mit diesen Love Kraftsachen, die ja,
sagen wir Kosmik Horror, weil auch andere Leute außer der haben sich damit beschäftigt.
Und Kosmik Horror ist ja auch eigentlich nur eine Art und Weise,
sich mit unangenehmen Dingen auseinanderzusetzen, ohne sie benennen zu müssen,
ohne ein realweltliches Äquivalent dafür zu haben.
Aber du kannst über sowas wie Kolonialismus und Ausbeutung reden,
ohne bestimmte Menschen oder Völker zu benennen.
Und dafür ist das ja da. Und dann ergibt es doch wieder Totalsinn.
Und als du aber, also ich hatte schon wieder vergessen, dass wir kurz über Penguin
Colony gesprochen hatten im Vorfeld.
Als ich das im Text gelesen habe, dachte ich, es wäre sowas wie The Penguin Game 2 Lies of Penguin.
Was quasi, du ballerst da einfach mit einem Pinguin.
Orca-Tot, der ein Maschinengewehr auf dem Rücken hat. Ich dachte,
das wäre sowas irgendwie. Und dann zwischendurch bin ich ehrlich gesagt auch
ein bisschen abgekommen, weil bis du Resident Evil erwähnt hattest,
habe ich mir dann Bilder von Pinguinen angekauft.
So Felsen-Pinguine, Goldschopf-Pinguine. Das sind die mit den Fransen, das sind die guten.
Die glaube ich auch, meine ich gelesen zu haben, besonders mutig sind.
Klein, aber besonders mutig. Ja gut.
Ein Gedanken hatte ich noch zu dem Spiel, als du dann erzählt hattest,
dass es um Expeditionen geht.
Ist vielleicht mehr noch so eine ergänzende Empfehlung, würde ich sagen.
Wenn man das spielt, kann man in den Zeiten, in denen man das nicht spielt,
What to Carry, What to Burn hören.
Das ist ein relativ neuer Podcast von Blair Braverman.
Die war schon oft bei You're Wrong About, was ja, haben wir schon oft erwähnt, diesen Podcast.
Und immer wenn sie da war, hat sie halt irgendwelche Survival-Geschichten erzählt.
Das, was jetzt vor ein paar Jahren von Netflix verfilmt wurde,
wo irgendwie eine Gruppe junger Männer in den Anden, irgendwo sind die abgestürzt
und mussten dann halt in Eis überleben, in dem Flugzeugwrack und sowas.
Und das ist halt jetzt What to Carry, What to Burn.
Ihr eigener Podcast und die erste Folge ist eine Doppelfolge mit Sarah Marshall
von You Wrong About Und da geht es um Ada Blackjack, eine indigene Frau,
die zusammen mit einer Gruppe Männern, alle,
maximal Anfang 30, manche Anfang 20, die werden auf Wrangel Island ausgesetzt,
das ist im Sibirischen Meer, gehört offiziell zu Russland, auch damals schon,
das war irgendwie 1923 glaube ich.
Der eine Typ wollte das halt für Kanada kolonialisieren und Kanada hat gesagt, wir wollen es nicht mal.
Und dann wurden die da halt hingeschifft, sollten eigentlich nur ein,
maximal zwei Jahre da bleiben und dann gerettet werden.
Dann hat der Typ, der sie da hingeschickt hat, sich spontan überlegt,
er ist jetzt fertig mit Exploren, hat die komplett da gelassen und jemandem
gesagt, dass da einfach Menschen auf der Eisbäreninsel leben.
Und das ist eine sehr tragische Folge. Die dritte Folge in diesem Podcast,
die ist sehr viel schöner und fröhlicher und viel besser einfach.
Aber das ist, finde ich, auch, kann man sich gut dazu anhören,
so als echtes Beispiel von so einer Expedition, wo Menschen ausgebeutet werden für Geld und Reichtum.
Das kommt auch direkt in die Shownotes, auch der Link zu dem Podcast.
Du, was für ein Spiel, ey.
Ja.
Das hat ja viel zu bieten.
Food for Thought auf jeden Fall. Also es ist auch echt, also...
Ich glaube, das ist auch so ein Spiel, wo die Spielzeit und die Zeit,
die man auch über dieses Spiel nachdenkt und diskutiert und verhandelt,
an zwei komplett unterschiedlichen Enden des Spektrums sind.
Weil ich war nach zwei Stunden durch mit dem Spiel.
Ja.
Also es ist kein langes Spiel. Auch wenn ich dachte, dass es viel länger dauert,
nachdem ich im zweiten Kapitel diesen Höhlen echt ewig gebraucht habe,
um da irgendwie zum Ende zu kommen. Aber ja, genau.
Ja, lots to think about für uns und für euch.
Und wenn ihr diese Gedanken teilen möchtet, dann kommt, wie gesagt, gerne ins Forum.
Forum.lostlevels.de Hinterlasst uns auch gerne Kommentare auf YouTube oder auf
Apple Podcasts. Lasst uns gerne Bewertungen da.
Teilt den Podcast mit Leuten, wo ihr denkt, die könnt uns auch interessieren,
was wir so machen, worüber wir so sprechen.
Genau, ansonsten findet ihr alle unsere Episoden auf lostlevels.de und alle
Möglichkeiten, uns zu abonnieren auf lostlevels.de slash subscribe.
Christina, wo bist du im letzten Tag Wix?
Fast überall unter at chrissi-kills.
Sehr schön. Mich findet ihr am kompletten Internet unter zanderbirdzndt Moment nochmal.
Ja.
War richtig, ne? Ja, war richtig. Nach 208 Folgen, manchmal kann man sich so
ein paar Stolper erlauben. Also Z-A-N-D-T-E-R-Bird wie der Vogel.
So, vielen Dank, wie immer, auch an Piet Lectro für die musikalische Untermalung des Podcasts.
Ihn findet ihr auf bluesky unter mitvorteil.bsky.social oder auf YouTube unter
seinem Pen & Paper Rollenspielkanal Mitvorteil.
Wir sagen danke fürs Hören und Zugucken, bleibt lecker und bis zum nächsten Mal.
Christina
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